Weg nach Cienfuegos / Going to Cienfuegos

The english version is down below as usual.

Nach ein paar Tagen in Cayo Largo gings weiter. Es waren nur noch Tagessegeletappen geplant. Wir mussten kurz vors Riff für etwa 2h, dann wieder dahinter und dann gab es ein paar kleine Inseln. Bei Cayo Sal blieben wir dann auch 2 Nächte. Das Wasser war glasklar und am Ende der Insel fanden wir auch ein paar Lobster. Dies wurde natürlich unser Nachtessen. Wir besuchten auch die Insel was nicht so einfach war. Es gab fast nur Felsen und wo wir dann den Strand fanden war es sehr seicht, sogar fürs Dinghy. Die Insel ist unbewohnt, es gibt 1 Baum und sonst Sträucher, Kakteen und Felsen, dort Diente de Perro (Hundezähne) genannt. Der Fels ist altes Riff und ist deshalb so scharfkantig.

Von Cayo Sal gingen wir weiter nach Cienfuegos. Wir starteten um 5 Uhr morgens damit wir vor Sonnenuntergang dort sein konnten. Dies haben wir auch geschafft. Es war nichts besonderes ausser dass man durch eine Sperrzone fährt. Ich weiss nicht genau weshalb es gesperrt ist aber scheinbar wissen die Behörden dass der normale schnellste Weg vom Canarreos Archipel nach Cienfuegos durch diese Zone führt und ich konnte keine Hinweise finden dass jemals jemand Probleme bekommen hätte. Die Einfahrt in die Bucht zu Cienfuegos ist relativ schmal. Nicht für uns aber für den Güterverkehr. Es war interessant da durchzufahren und mit all den Markierungen sollte das auch in der Nacht kein Problem sein. Bei der Einfahrt kommt man auch an einem kleinen Schloss vorbei welches wir dann später besichtigten. Die Bucht selber ist sehr weitläufig. Aber die Ostseite ist militärisches Sperrgebiet und die Westseite ist gesperrt für alles ausser kommerziellen Güterverkehr. So bleibt die Mitte und man darf nur genau vor der Marina ankern. Dafür bezahlt man, was etwas speziell ist, aber man kann die Duschen und das Dinghi Dock benutzen. Man unterschreibt den Marina Vertrag und darin heisst es auch dass man mit dem Dinghi nirgends anders hinfahren darf als zum Dinghi Dock in der Marina. Kuba halt.

Die Marina war ein bisschen heruntergekommen und die Kubaner sollten sich langsam vorbereiten und aufrüsten da schon dieses Jahr massiv mehr US – amerikanische Schiffe auftauchten, was jedoch nur eine Vorhut war. Cienfuegos als Stadt ist hübsch, relativ gross aber man kann doch zu Fuss überall hin. Ich war richtig froh Cienfuegos zu erleben da Cayo Largo nur Tourismus war und an den anderen Orten waren wir alleine. Endlich wieder das Kuba was Kuba ist. Gemüsemarkt, Taschenvoll einkaufen und 5 Franken ausgeben. Pizza für 20 Rappen essen und dann Restaurants mit (fast) Schweizer Preisen sehen, natürlich für Touristen. Natürlich gibt es keine Geschäfte mit Bootszubehör und ich musste mir was einfallen lassen um meine Kühlwasserpumpe für den Motor zu reparieren. Ich fand den Kubanischen Mechaniker eines (deutschen, aber nicht dieselbe Firma wie der Kabelbrandskipper) Charterers und gab ihm die Pumpe. Eigentlich wollte ich nur die Ersatzteile da ich ja selber lernen wollte wie das innen ausschaut. Er hat mich zwar verstanden, die Pumpe jedoch trotzdem schon halb wieder zusammengebaut und gleichzeitig mit einer Stahlbürste poliert. Die Pumpe sah aus wie neu und er verrechnete mir normale Preise wie in Onlineshops für die Kugellager und die Dichtung. Für die Arbeit wollte er nichts haben. Da ich zufrieden war damit habe ich ihm gleich noch meine Ersatzpumpe gebracht für dasselbe und gab ihm ein Trinkgeld. Ich fragte ihn auch wo er die Teile gekriegt hat, aber er hat nur gelacht und gesagt man müsse wissen wohin. Dies habe ich in Kuba so gelernt. Es gibt die Geschäfte des Staats, mit den immergleichen Produkten und dann gibt es inoffizielle private Händler die ich als einzelner, kurzzeitiger Gast unmöglich finden kann. Ich war jedoch glücklich mit dem was ich bekommen habe und hoffe dem Mann auch etwas geholfen zu haben.
Nicole, unser Crewmitglied, verliess uns dann in Cienfuegos und auch ich und meine Nicole machten uns bald auf den Weg nach Trinidad um etwas vom Land selber zu sehen.

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After a couple days in Cayo Largo we moved on. It was only daysailing which was quite pleasant. We had to go out of the reef for as little as two hours and then we sailed behind a couple small islands. One of those was Cayo Sal where we spend 2 nights. The water was crystal clar and at the end of the island we found some lobster. This of course became our dinner. The island consisted mostly of rocks and when we finally found a beach it was so shallow that we would touch, even with the dinghy. No one lives on that island, there is 1 tree, a couple bushes, cactus and the rest is rock, so called Diente de Perro (Dog teeth). The rock is old coral formation and therefore very sharp.

From Cayo Sal we went directly to Cienfuegos. We departed at 5 in the morning to make sure to get there before sunset. It was easy to do and there was nothing special about the trip except a prohibited navigation zone. I don’t know why cruisers are not allowed to go there but the officials seem to know that the direct way leads through that zone and I could not find any information about someone who ever got in trouble for this. The entrance to the bay of Cienfuegos is narrow. Not for us but for the large commercial vessels that pass it. There is also a little castle overlooking the entrance which we went to see later. It was interesting to pass through there and with all the markers it should be quite easy to do it even at night. The bay is quite big but the eastern side is military zone and the western side is commercial zone, so as a cruise you can only go in the middle, directly to the marina. The only place you can anchor in the whole bay is in front of the marina and you have to pay for it. This is unusual but they let you use the showers and the dinghy dock. One has to sign a contract and there it also says that you are allowed to take your dinghy nowhere except to the marina dock. Well, it’s Cuba. The marina is not in the best shape and the Cubans better start to upgrade it since already this year there was a significantly higher amount of US American vessels but that was only a small part compared to the ones planning to go there next year.

Cienfuegos as a town is beautiful. It’s quite big but one can still walk to most places. I was very happy to experience Cienfuegos. The real Cuba. Unlike the tourism in Cayo Largo and at the other places where we were of course alone. Going to the vegetable market, filling your bags and paying 5 dollars. Eat a Pizza for 20 cents but see a tourist restaurant next door with almost Swiss-like prices. Of course there is no stores for boat supplies so I had to come up with something to repair my raw water pump. I found the Cuban mechanic of a (German, but not the same company as the Cable-on-fire-Skipper) Charter company and gave him the pump. I only wanted the spare parts and learn myself how to rebuild it. He did understand me but already halfway rebuilt the pump and cleaned it with a wire brush so it looked like new when I got it back. He charged me normal (onlineshop) prices for the bearings and the seal I had to change and did not ask anything for his work. I was very pleased so I brought him my spare pump as well and gave him a tip. I asked him where he was able to get the parts and he just laughed and told me one has to know where to go. That’s something I learned in Cuba. There is a lot of government stores with always the same products and then there are some inofficial people running side-businesses which someone like me who is alone and spends only a short time there has no chance to find. Of course I was happy with what I got and I hope I also helped this mechanic a little.

Nicole, our Crewmember, left us in Cienfuegos and also me and my Nicole got ready a little later to go to Trinidad and see a little of the country.

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