Ein neues Kapitel / A new chapter


Ein neues Kapitel

Ein paar Wochen nachdem meine Eltern zu Besuch waren flog Nicole nach Hause. Sie ist schon letztes Jahr von Cancun zurück in die USA geflogen, aber diesmal wird sie nicht mehr zurück kommen. Wir hatten eine super Zeit zusammen, haben viel voneinander und miteinander gelernt, enorm viel erlebt, schwierige aber mehrheitlich auch sehr schöne Momente gehabt. Ich bin ihr sehr dankbar und ohne sie wäre ich vermutlich nicht oder nur sehr schwierig ans Ziel meines ursprünglichen Traums gekommen. Ich habe ziemlich am Anfang dieses Blogs mal geschrieben dass gewisse Sachen einfach passieren. Vermutlich war ich nicht bereit für das Einhand-Segelabenteuer welches mein Traum war und so kreuzte Nicole meinen Weg. Nun nach etwas mehr als eineinhalb Jahren trennen sich unsere Wege und ich fühle mich bereit alleine weiter zu gehen, ausgerüstet mit der Erfahrung welche ich mit ihr zusammen gesammelt habe. Als Abschluss unserer gemeinsamen Zeit gingen wir noch nach Playa del Carmen um in den Zenoten zu Tauchen. Für mich einer der beeindruckensten Orte um zu Tauchen und für Nicole etwas vom besten was sie je erlebt hat. So trennen wir uns als Freunde, beide dankbar für das erlebte mit vielen schönen Erinnerungen.

Meine Idee war im August nach Guatemala, Rio Dulce, zu Segeln um gegen Ende des Monats oder anfangs September dort zu sein. Am Tag als Nicole ging erhielt ich von einer Tochter eines Seglers ein Ersatzteil welches sie aus den USA mitgebracht hatte und das Schiff war bereit für die nächste Etappe. Ich auch. Das Wetter nicht. Entweder war kein Wind oder dann gab es Tropische Tiefdruckgebiete, Stürme und auch ein oder zwei Hurricanes welche sich bildeten und so wartete ich auf ein geeignetes Wetterfenster. Ich ging dann auch mal alleine Segeln. Ich wusste dass dies kein Problem darstellen wird, nur die Ankermanöver habe ich noch nie Einhand gemacht. Einmal rund um die Insel und da alles so gut klappte musst ich mich natürlich herausfordern und habe direkt vor dem Badestrand von Isla Mujeres, neben den ganzen Touri-Motorbooten die ihre Tagesausflüge dorthin machen, unter Segel geankert. Es gab ein paar erstaunte Gesichter von diesen Motorböötlern und ich war stolz, denn auch mit Nicole zusammen haben wir nie nur unter Segeln geankert. Die Tage vergingen und ich war immer noch dort. Leichter Wind, kein Wind oder Sturm in der tropischen Vorhersage. Ich sass da und war bereit. Schliesslich zeichnete sich ein mögliches Wetterfenster ab, mit sehr wenig Wind zu beginn aber mehr weiter südlich und es war soweit: Die Erfüllung meines Traums stand kurz bevor, Einhand-Segeln auf eigenem Bug in der Karibik… Wie dies herauskam und ob der Traum dem entsprach was ich mir vorstellte könnt ihr hier in meinem nächsten Artikel lesen.

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A new chapter

A couple weeks after my parents visit, Nicole flew back home to the States. She already did this last year, also from Cancun but this time she won’t come back. We had an amazing time together, learned a lot from each other and together, experienced a whole bunch and underwent difficult but mostly very beautiful moments. I am deeply grateful and I do not think that I would have made it, or only with big difficulties, to accomplish my initial dream. In one of the first blog posts I once wrote that some things just happen. I was probably not ready for this single-handed sailing adventure which was my dream and so Nicole’s and my path crossed. Now, after a bit more than one and a half year, we go different ways and I feel ready to go on alone, equipped with the experience I was able to get together with her. To have a final beautiful memory of our time together we went to Playa del Carmen to dive the Cenotes. Those are some of the most impressive locations to dive for me. Nicoles description was this: I have never seen or done anything like that and takes number one rank of the most incredible things I have ever seen!

We separated as friends, both very thankful for what we could experience together and with a lot of marvellous memories. Thank you Nicole for sharing a part of your life with me, I could not have asked for a better travel-companion.

My idea was to head down to Rio Dulce, Guatemala in August to arrive there by the end of the month or beginning of September. The day Nicole left I got a spare part from a daughter of another Cruiser who just flew into Cancun. With this, the boat was ready to go. I was ready as well. The weather was not. There was either barely any wind or then there were some tropical depressions, storms or one or two hurricanes so that I waited for my weather window. I used this time and went sailing alone around the island but I knew that the sailing part would not be a problem. Only anchoring was a bit tricky and I never did that alone before. Once around the island everything went so well that I finally even anchored under sails. It was right at the beautiful Playa Norte which is full of tourists and full of boats who go there for the day with their guests. Some of those powerboaters where looking quite impressed and I felt proud, for I never anchored under sails before, not even with Nicole together. The time went and I was still there… Light winds, no winds or tropical depressions is what I saw in the forecast. I sat there and was ready. Finally it looked like I would get my weather window. Leaving with little wind but getting more while heading further south sounded good enough to me and so the moment came to fulfill my initial dream that I had for so long now: Sailing my own boat through Carribean waters, single-handed.
How this turned out and if it was in accordance with my expectations will be ready for you to read in the next article in a couple days.

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Eine Antwort auf Ein neues Kapitel / A new chapter

  1. Fux Helmut sagt:

    Hallo Patric
    Ich möchte mich einmal für die immer sehr interessanten Artikel von dir bedanken. So hat man richtig das Gefühl mit dir unterwegs zu sein.
    Ich finde es super, dass du deine Traum lebst und das es dir dabei so gut geht.
    Etwas schade finde ich es, dass Nicole nicht mehr bei dir ist. Ich hatte das Gefühl, dass ihr für einander bestimmt wart um dieses Abenteuer und vielleicht noch mehr zu erleben. Aber das war ja auch nicht dein Plan und so finde ich es wirklich super, dass du genau das machst, was du dir zum Ziel gesetzt hast.
    Mach weiter so und alles Gute für das Einhand-Segelabenteuer.
    Gruss Helmut