Lighthouse Reef – ein kleines Paradies / a little paradise

As usual, find the english text below.

Tauchen beim Lighthouse Reef. Fantastisch. Auf der kleinen Insel „Long Cay“ war nicht viel los, ein Resort leer und das andere mit nur 2 (Schweizer-) Gästen wegen der Nebensaison. Die Leute waren wieder einmal sehr freundlich zu mir und ich hatte die Gelegenheit dort ein fantastisches Nachtessen zu geniessen und bekam meine Tauchflaschen gefüllt. Gleich neben meinem Ankerplatz fand ich wieder eine spannende Unterwasserwelt. Mehrere Haie, viele Stachelrochen und Adlerrochen sowie ein buntes lebendiges Riff. Weiter draussen gings tiefer und diese Gegend erkundete ich mit Pressluft auf dem Rücken und jagte erfolgreich mehrere Feuerfische die mir ein schönes Mahl bzw. mehrere bereiteten.

Am Ankerplatz war ich für eine Woche alleine, eine Nacht oder zwei waren Live-aboard Tauchboote weiter draussen am Riff von welchen ich aber nichts mitbekam. Mit dem Tauchcenter auf der Insel ging ich dann 2 Tage mit um etwas anspruchvollere Tauchgänge zu machen. Dabei stand auch das weltberühmte Great Blue Hole auf dem Programm, ein Tauchgang auf 40 Meter welchen ich nicht allein machen wollte. Das Lighthouse Riff selber ist fantastisch, die Sichtweite ist spektakulär, es gibt relativ wenig Touristen oder Taucher da es auch für Schnellboote nur in mehreren Stunden zu erreichen ist. Es gibt schöne Steilwände, gesundes Riff und jede Menge wunderschöne Riffhaie. Aber auch mit Schildkröten, Adlerrochen, grossen Groupern und vielen kleineren Sachen wurden wir verwöhnt. Für Nichttaucher mag es ein bisschen nach Wiederholung klingen wenn ich von jedem Tauchplatz von Haien und Rochen schwärme aber ich kann euch versichern dass es für mich nie langweilig werden wird einen imposanten Hai zu sichten oder einem Adlerrochen zuzuschauen wie er elegant am Riff vorbeigleitet.

Der Tauchgang zum Blue Hole selber war interessant aber bei weitem nicht so vielfältig. Die Durchführung ist eher kurz da man aufgrund der Tiefe schnell seine Atemluft verbraucht und auch wegen der Stickstoffsättigung nicht sehr lange dort unten bleiben kann. Obwohl es aus der Luft klar wie ein dunkelblaues Loch, umgeben von hellerem Wasser und Riff, aussieht ist es unter Wasser dann eher schwarz. Ich empfehle auch an dieser Stelle mal nach einem Bild zu googeln. Man gleitet einem leichten Hang entlang bis man über die Kante kommt und dann senkrecht ins scheinbar unendliche schwarz sinkt. Bei ca. 40 Metern beginnt ein Überhang mit vielen Stalaktiten. Dies bedeutet dass dieser Teil mal eine Höhle oberhalb des Meerespiegels war. Zum Teil sind sie über 10 Meter lang und haben Durchmesser bis zu 3 Meter. Nach ein paar Minuten zeigt der Tauchcomputer dann an dass man die zeitliche Limite erreicht hat und beginnt mit dem langsamen Aufstieg. Den Boden würde man bei 125 Metern erreichen und der Durchmesser liegt bei ca. 300 Metern. Die Sicht war ok aber nicht so toll wie draussen am Riff und auch von den Haien oder gar Hammerhaien die dort anscheinend oft in grosser Zahl anzutreffen wären haben wir nichts gesehen. Für mich war es biologisch uninteressant, geologisch spannend aber für schöne Stalaktiten, Überhänge und Höhlenähnliche Tauchgänge sind die Zenoten in Mexiko um einiges besser. Immer wieder wird das Blue Hole zu den 10 besten Tauchplätzen dieser Welt gezählt. Vielleicht bin ich etwas verwöhnt aber ich kann da nicht zustimmen. Da aber die Tauchgänge an der Ausseinseite des Lighthouse Reefs für mich persönlich zu den besten meiner Erlebnisse zählen war ich nicht entäuscht. Ich würde sagen das ganze Riff gehört zu den besten Tauchplätzen mit einer spannenden Abwechslung im Blue Hole zu tauchen.

Die Woche dort gehört zu meinen Highlights und ich würde mich freuen wenn ich dies zwei potenziellen Besuchern im nächsten Frühjahr zeigen könnte…

Um diese Cruising Saison abzuschliessen erzähle ich euch im nächsten Bericht von den restlichen 3 Stopps bis nach Guatemala und wie es sich anfühlte „nach Hause“ zurück in die Tortugal Marina in Rio Dulce zu kommen wo wir so viele andere Cruiser kennen gelernt hatten welche dort zum Teil auf uns (oder neu, auf mich) warteten.

Danke fürs Interesse.

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Lighthouse Reef – A little paradise

Diving at the Lighthouse Reef. Fabulous. There was not much going on on the little island named „Long Cay“. One resort was empty and the other had 2 Swiss guests. Low saison… Once again the people there were very friendly to me and invited me for a very lovely dinner and I could get my diving tanks filled. Right next to my anchorspot I found a very interesting and healthy underwater world with plenty of sharks, lots of stingrays and eagle rays. Further out there was a drop off which I went to explore with my SCUBA gear. I was quite successfull and brought home a couple of lionfish of which I used for more than one delicious meal.

I was mostly alone, there were some live-aboard diveboats staying for a night or two but further out on the reef. I joined the people from the dive resort to do some more advanced dives, including the Great Blue Hole, a dive that brings you down to around 130 feet which I decided would be to dangerous to do alone. The Lighthouse Reef itself offers superb diving, the visibility is beyond amazing and there are not that many tourists or divers since even with a speedboat it takes several hours to get out there. There are beautiful drop offs, the reef is healthy and inhabited by beautiful reef sharks. But we also got spoiled with turtles, eagle rays, big groupers and a lot of smaller things. Reading about sharks and rays at every divespot might sound a bit repetitive for non-divers but I can tell you that I’ll never get tired of spotting some nice size sharks or the very elegant eagle rays who seem to glide along the reef without any obvious effort.

The dive to the Blue Hole itself was interesting but did not offer such a big diversity. The dive is quite short since you go through the air quickly because of the depth and also can not stay down for too long because of the nitrogen building up in your system. From the air (and I recommend to ask Google for a picture of it) it looks like a deep blue circle surrounded by some lighter blue and turquoise in a circle of reef. Below the surface it looks more like a black hole. We glided along the floor until we reached the edge and then began to sink vertically into what seemed to be infinite black. Starting at more or less 40 meters we found some very big stalactites which means that this part was once above the surface of our oceans today. They are up to 30 feet long and 10 feet in diameter and you can swim between them, always keeping an eye into the black on the other side and also further below. After a couple minutes our dive computers told us that we reached our time limit for that depth and we started our slow ascend. One would reach the bottom at about 460 feet and the hole has a diameter of about 1000 feet. The visibility was ok but not as good as on the outside of the reef and we did not see any of the schools of sharks or even hammerheads that the Blue Hole seems to be famous for. For me it was biologically not very interesting but I enjoyed learning and seeing about the geology of the place. Nevertheless, if someone likes dives like this he might be better off diving in the Cenotes in Mexico.
Again and again the Great Blue Hole is listed in the top 10 divespots of this world. Maybe I am a bit spoiled but I can not agree on that. Since the dives on the outside of the reef where among the best I ever experienced I was not really disappointed. I would say that the Lighthouse reef itself belongs to the best divespots, including the Blue Hole making the diving more diverse.

I really enjoyed spending a week or so anchored at the lighthouse reef and I think it is one of my highlights. I would be very happy to show this to two potential visitors early next year…

To finish this cruising season I’ll write about the last 3 stops I did before arriving in Guatemala and how it felt to come back „home“ to the Tortugal Marina in Rio Dulce where we met so many other cruisers and some of them where waiting there for us (or newly: me) to come back.

Thanks for reading.

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