Belize Barrier Reef

Vom Lighthouse Reef ging es in Tagessegeletappen weiter bis ans Ziel in Livingston, Guatemala. An einem komplett windstillen Tag fuhr ich unter Maschine los. Wie schon mal an einem Tag in Kuba war das Wasser Spiegelglatt. Sobald der Anker oben war fuhr ich per Autopilot aus dem Riff und stand auf dem Vordeck. Hier hatte ich eine visuelle Kontrolle anhand einer Boje um sicher zu sein dass mich der Autopilot auf dem rechten Weg herausführt. Ich konnte nicht weg vom Vordeck, das Wasser war so schön und ich erkannte verschiedene Fische, im Sand eingegrabene Stachelrochen und kurz bevor das Wasser tiefer wurde schwammen noch die zwei Adlerrrochen vorbei welche ich schon beim Schnorcheln gesehen habe. Was für ein Start in den Tag. Glücklich mit der mir und der Welt motorte ich gemütlich die ca. 18 Seemeilen bis nach Turneffe Reef und wurde kurz auch von Delfinen besucht. Beim Ankern dort wieder dasselbe fantastische Erlebnis: Spiegelglattes Wasser und wieder einiges an Unterwasserleben zu beobachten. Die Parkwächter kamen noch kurz vorbei um mir ein kleines Informationsblatt über das Riff mitzugeben und wünschten mir einen schönen Aufenthalt.

Gemäss Wettervorhersage war es vorbei mit dem Wind für die nächsten paar Tage und so fuhr ich unter Grosssegel und Motor zuerst draussen am Barriere Riff von Belize gegen Süden und dann durch den Tobacco Cay Cut und zur kleinen Insel namens South Water Cay. Auch dieser Tag zeigte sich tierisch freundlich mit Schildkröten und Delfinen, beide auf der Innenseite des Riffs. Eigentlich war es nur noch purer Plausch. Kurze Etappen, viele Inseln, interessante Navigation, viele kleine einsame Strände und Palmen, viel Natur und wenig Menschen. Das einzige was ein bisschen fehlte ist der Wind, aber da das Wasser vielfach sehr seicht und die Passagen eng, war es vermutlich gar nicht so schlecht dort zu motoren.

Die nächste Etappe führte mich nach Placencia wo ich noch Freunde sehen wollte. Auch dieses Teilstück ging grösstenteils unter Motor aber erstmals unter Wolken. Die Abfahrt verzögerte sich wegen einem kleinen Gewitter aber dann ging es problemlos durch verschiedene tiefe Kanäle bis zum grösseren offenen Wasserbereich zwischen dem Festland und dem Riff und seinen Inseln. Ich war sehr vorsichtig mit der Navigation und überprüfte alles zweimal um keine falsche Abzweigung zu nehmen, doch versuchte ich auch nur mit Karte und Kompass zu navigieren mit dem GPS als Überprüfung. Dies ist etwas dass in Belize sehr viel Spass macht da viele Fahrrinnen nicht markiert sind und mit den ganzen kleinen Inseln gibt es so viel Punkte zum Anpeilen. Vermutlich macht es auch deshalb Spass weil es relativ einfach ist dort die Orientierung zu behalten und man muss keine Schätzungen wegen Strömungen, Geschwindigkeiten und Abdrift machen.

Etwa eine Stunde vor Placencia wurde ich per Funk gerufen. Die Leute welche ich treffen wollte verfolgten online meinen GPS Tracker und sahen dass ich in Reichweite war. So konnten wir uns fürs Nachtessen verabreden und ich verbrachte den Rest vom Nachmittag mit der Ankunft in Placencia und gemütlichem Ankern in der grossen aber leeren Bucht. Während der Saison kann man dort 30 bis 40 Segelschiffe antreffen. Ich verbrachte dort 2 Nächte um mir die Parade zum Unabhängigkeitstag von Belize anzuschauen. Angesagt um 10 Uhr morgens begann die Parade wegen Regen erst gegen 4 Uhr Nachmittags und dauerte bis in die Dunkelheit hinein. So viele fröhliche Menschen, jung, alt und alles sehr friedlich machten diesen Tag zu etwas besonderem.

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Belize Barrier Reef

Leaving from Lighthouse Reef brought small distances that I would do in daysails till arriving in Livingston, Guatemala. On a day without the slightest bit of wind I left my anchorspot. I used the autopilot and watched a buoy on the reef as a reference because I had to stand on the foredeck. There was not a ripple on the surface and I could see and even identify so many fishes, stingrays burried in sand, coral and shortly before the water got deeper I saw the two eagle rays that I already met while snorkeling. What a way to start a day. Happy with myself and the world around me, I motored the 18 nm miles to Turneffe Reef. I got a visit from a couple dolphins and arriving at Turneffe it was the same story as in the morning: Crystal clear water and lots of sealife to watch. The parkrangers stopped by quickly to hand me some information about the reef and wished me a nice stay.

According to the forecast the wind was mostly gone for the next couple days and so I sailed with mainsail and engine outside of the Barrier Reef heading South, went inside through Tobacco Cay Cut and further down to South Water Cay. This day was also very pleasant since I saw some turtles and dolphins, both on the inside of the reef. Actually all I did during those days was pure pleasure: Short distance sailing, lots of Islands and channels, interesting navigation, plenty of little beaches with palm trees, lots of nature and few people. The only thing missing was the wind but since the water was often very shallow and the passages narrow it was probably a good thing to use the engine.

The next daysail brought me to Placencia where I planned to see friends. I had to motor most of this journey as well but there was a new thing: first time sailing below clouds since a lot of days. I left a bit later because of a little thunderstorm but then made my way without problems through deep channels until I reached the bigger area of open water between the mainland and the barrier reef with its islands. I was very carful with my navigation and double checked everything twice to make sure not to turn an island to early or to late. I also practiced my navigation skills with compass and paperchart since it’s a lot of fun in Belize with little channel markers but a lot of landmarks to use as bearings. It is probably a lot of fun because it is relatively easy not to get lost there and you don’t have to estimate any speed or current for there is always something in sight. Of course I used my GPS as a control to check my navigation skills but also to stay safe.

More or less one hour before arriving in Placencia I got a call on the radio. The people I wanted to meet where watching my GPS Tracker and saw that I was within reach. This way we were able to make plans for dinner and I spent the rest of the afternoon getting there and anchoring in the empty bay. During the season one can meet 30 or more boats in that same anchorage but now it was only me. I spent there two nights so I could watch the parade they organized for their Belizean Independence Day. It was scheduled to start at 10 in the morning but due to rain they only started around 4 in the afternoon and went on till well after dark. So many happy people, young and old celebrating this event completely peacefully, made this day very special.

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