#waytostrizzi Gastbeitrag von Michel und Thomas

#waytostrizzi

Nach zwei Jahren hat es endlich geklappt und wir hatten Ferien beim Captain gebucht. Am Donnerstag 17. März flogen wir von Genf via Frankfurt nach Cancun, Mexico. Abends um 18 Uhr sind wir ohne weitere Probleme in Cancun gelandet. Direkt im Anschluss ging es per Minivan für 2 Stunden weiter nach Tulum, wo wir im Voraus ein Zimmer gebucht hatten. Der nächsten Morgen haben wir uns am wunderschönen Strand von Tulum von den Reisestrapazen erholt, bevor es nachmittags weiter nach Bacalar ging. Ein Ort abgelegen von den grossen Touristenströmen wie man sie vor allem in Cancun und Playa del Carmen findet. Bacalar welcher sich als Zwischenstopp auf dem Weg nach Belize ausgezeichnet eignet, liegt am grössten See von Mexico. Wir haben uns direkt in den verträumten Ort verliebt. Der Blick über den 7 farbigen See ist einfach genial.

Nach 3 erholsamen Tagen sind wir mit dem Bus weiter nach Chetumal welches an der Grenze zu Belize liegt. Nach dem üblichen Papierkrieg mit den Grenzbehörden sind wir per Boot weiter nach Caye Caulker in Belize, eine paradiesische Insel mit türkis blauem Wasser. Dort hatten wir uns mit Patric verabredet. Das Wetter hat nicht ganz mitgespielt und wir mussten noch zwei weitere Tage auf den Captain warten. Scheint als das Wetter doch noch eine wichtige Rolle spielt beim Segeln :-)

Nach zwei Tagen des Wartens war es dann so weit und es kam zum grossen Widersehen mit Strizzi, welches mit ein paar Bier begossen wurde. Danach haben wir unseren Schlafplatz auf der Southern Mist bezogen. Unsere schlimmsten Befürchtungen hatten sich nicht bestätigt. Das Boot bietet genügend Platz für zwei Gäste. Selbstverständlich wurde Patrick au noch ge-ICED :) sprich er musste auf seinem Boot vor uns auf die Knie und ein Smirnoff Ice auf Ex austrinken. Die ersten Tage haben wir genutzt um Proviant einzukaufen, den Segeltörn zu planen und um vor der Insel zu Schnorcheln. Schon beim ersten Ausflug haben wir zwei Adlerrochen gesichtet und dies unweit vom Segelboot. Nach drei Tagen hatten wir ein günstiges Wetterfenster und es hiess es Anker los und Segel setzten. Ich habe mich beim Start um den Anker gekümmert, Thomas war am Steuer und Patric hat probiert dies zu koordinieren. Nach etwa 5min hatten wir es bereits geschafft einen kleinen Holzpfeiler zu rammen – nichts passiert weiter geht’s :-) So erreichten wir am späteren Nachmittag unser erstes Ziel Water Caye. Nach dem Ankermanöver gab es für alle ein wohl verdientes Ankerbier und ein Lob vom Captain. Das Missgeschick mit dem Holzpfeiler hatte er bereits vergessen.

Am nächsten Tag sind wir eine Strecke gesegelt welche auch Patric zuvor noch nie gesegelt war. Eine anspruchsvolle Strecke welche uns quer durch das Turneffe Atoll führte. Es musste ständig auch die Wassertiefe geachtet werden, da das Wasser in dieser Gegend nicht sehr tief ist. Auf unserem Weg begleiteten uns unter anderem mehrere Male Delphine. Immer wieder ein wunderschöner Moment, wenn diese Tiere vor dem Bug vor einem hin- und herspringen.

An den nächsten Tagen haben wir noch folgende Orte angesegelt: Black Bird Caye, Long Caye, Tobacco Caye, English Caye und am Schluss ging es zurück nach Caye Caulker.

An Long Caye haben wir mehrere Tage verbracht und die Zeit so richtig genossen. Long Caye liegt unweit vom weltbekannten Blue Hole welches dem wunderschönen Lighthouse Reef angehört. Ein idealer Ort zum Schnorcheln und Tauchen. Eine richtige Schweizer Mahlzeit durfte bei unserem Besuch natürlich nicht fehlen und so gab es an einem Abend am Long Caye ein Käsefondue mit Johannisberg und Abricotine Douce. Ich glaube Patric läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, wenn er daran denkt.

An unserem vorletzten Abend sind wir dann noch so richtig um Häuser gezogen. Da wir vor Anker lagen in Caye Caulker mussten wir die letzten Meter mit dem Dinghy zurücklegen. Bei der Southern Mist angekommen, musste noch der Motor des Beibootes hochgezogen werden und anschliessend Dingfest gemacht werden. Dies mit unruhiger See, Dunkelheit und drei doch ziemlich angetrunken Seemännern. Da geschah es – der Captain fiel von seinem eigenen Dinghy :)

Der letzte gemeinsame Tag stand ganz im Zeichen der Erholung und des Packens, denn wir mussten am nächsten bereits um 05h30 bei der Fähre stehen, welche Patric nach San Pedro brachte und uns zurück nach Chetumal in Mexiko. Von dort sind wir direkt weiter nach Tulum. Wir haben den kurzen Aufenthalt in Tulum noch genutzt um nach unseren Mexiko Ferien vor einigen Jahren nochmals die wunderschönen Maya Ruinen direkt am Strand von Tulum zu besichtigen. Die letzten Tage haben wir in Playa del Carmen verbracht. Im Nachhinein die falsche Entscheidung, Tulum ist doch um einiges entspannter und schöner.

Die Zeit auf dem Boot mit El Capitano war sensationell. Man gibt vielen unnötigen Luxus auf, bekommt aber viel mehr zurück. Jeden Tag wunderschöne Landschaften, klares türkis farbenes Wasser und Ruhe. Die Zeit auf dem Boot war extrem erholsam und eine wunderbare neue Erfahrung. Wir haben die gemütlichen Abende bei gutem Essen und Patric sehr genossen. Was gib es schöneres als einen guten Rum auf einem Segelboot zu geniessen und dies noch mit dem besten Freund als Captain.

Strizzi merci fer di super ziit, wier heisus gegnossu und chäme sichher numal verbii!

Hasto pronto hermano y que te vaya muy bien!

Mitch und Thomi

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