Lighthouse Reef – ein kleines Paradies / a little paradise

As usual, find the english text below.

Tauchen beim Lighthouse Reef. Fantastisch. Auf der kleinen Insel „Long Cay“ war nicht viel los, ein Resort leer und das andere mit nur 2 (Schweizer-) Gästen wegen der Nebensaison. Die Leute waren wieder einmal sehr freundlich zu mir und ich hatte die Gelegenheit dort ein fantastisches Nachtessen zu geniessen und bekam meine Tauchflaschen gefüllt. Gleich neben meinem Ankerplatz fand ich wieder eine spannende Unterwasserwelt. Mehrere Haie, viele Stachelrochen und Adlerrochen sowie ein buntes lebendiges Riff. Weiter draussen gings tiefer und diese Gegend erkundete ich mit Pressluft auf dem Rücken und jagte erfolgreich mehrere Feuerfische die mir ein schönes Mahl bzw. mehrere bereiteten.

Am Ankerplatz war ich für eine Woche alleine, eine Nacht oder zwei waren Live-aboard Tauchboote weiter draussen am Riff von welchen ich aber nichts mitbekam. Mit dem Tauchcenter auf der Insel ging ich dann 2 Tage mit um etwas anspruchvollere Tauchgänge zu machen. Dabei stand auch das weltberühmte Great Blue Hole auf dem Programm, ein Tauchgang auf 40 Meter welchen ich nicht allein machen wollte. Das Lighthouse Riff selber ist fantastisch, die Sichtweite ist spektakulär, es gibt relativ wenig Touristen oder Taucher da es auch für Schnellboote nur in mehreren Stunden zu erreichen ist. Es gibt schöne Steilwände, gesundes Riff und jede Menge wunderschöne Riffhaie. Aber auch mit Schildkröten, Adlerrochen, grossen Groupern und vielen kleineren Sachen wurden wir verwöhnt. Für Nichttaucher mag es ein bisschen nach Wiederholung klingen wenn ich von jedem Tauchplatz von Haien und Rochen schwärme aber ich kann euch versichern dass es für mich nie langweilig werden wird einen imposanten Hai zu sichten oder einem Adlerrochen zuzuschauen wie er elegant am Riff vorbeigleitet.

Der Tauchgang zum Blue Hole selber war interessant aber bei weitem nicht so vielfältig. Die Durchführung ist eher kurz da man aufgrund der Tiefe schnell seine Atemluft verbraucht und auch wegen der Stickstoffsättigung nicht sehr lange dort unten bleiben kann. Obwohl es aus der Luft klar wie ein dunkelblaues Loch, umgeben von hellerem Wasser und Riff, aussieht ist es unter Wasser dann eher schwarz. Ich empfehle auch an dieser Stelle mal nach einem Bild zu googeln. Man gleitet einem leichten Hang entlang bis man über die Kante kommt und dann senkrecht ins scheinbar unendliche schwarz sinkt. Bei ca. 40 Metern beginnt ein Überhang mit vielen Stalaktiten. Dies bedeutet dass dieser Teil mal eine Höhle oberhalb des Meerespiegels war. Zum Teil sind sie über 10 Meter lang und haben Durchmesser bis zu 3 Meter. Nach ein paar Minuten zeigt der Tauchcomputer dann an dass man die zeitliche Limite erreicht hat und beginnt mit dem langsamen Aufstieg. Den Boden würde man bei 125 Metern erreichen und der Durchmesser liegt bei ca. 300 Metern. Die Sicht war ok aber nicht so toll wie draussen am Riff und auch von den Haien oder gar Hammerhaien die dort anscheinend oft in grosser Zahl anzutreffen wären haben wir nichts gesehen. Für mich war es biologisch uninteressant, geologisch spannend aber für schöne Stalaktiten, Überhänge und Höhlenähnliche Tauchgänge sind die Zenoten in Mexiko um einiges besser. Immer wieder wird das Blue Hole zu den 10 besten Tauchplätzen dieser Welt gezählt. Vielleicht bin ich etwas verwöhnt aber ich kann da nicht zustimmen. Da aber die Tauchgänge an der Ausseinseite des Lighthouse Reefs für mich persönlich zu den besten meiner Erlebnisse zählen war ich nicht entäuscht. Ich würde sagen das ganze Riff gehört zu den besten Tauchplätzen mit einer spannenden Abwechslung im Blue Hole zu tauchen.

Die Woche dort gehört zu meinen Highlights und ich würde mich freuen wenn ich dies zwei potenziellen Besuchern im nächsten Frühjahr zeigen könnte…

Um diese Cruising Saison abzuschliessen erzähle ich euch im nächsten Bericht von den restlichen 3 Stopps bis nach Guatemala und wie es sich anfühlte „nach Hause“ zurück in die Tortugal Marina in Rio Dulce zu kommen wo wir so viele andere Cruiser kennen gelernt hatten welche dort zum Teil auf uns (oder neu, auf mich) warteten.

Danke fürs Interesse.

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Lighthouse Reef – A little paradise

Diving at the Lighthouse Reef. Fabulous. There was not much going on on the little island named „Long Cay“. One resort was empty and the other had 2 Swiss guests. Low saison… Once again the people there were very friendly to me and invited me for a very lovely dinner and I could get my diving tanks filled. Right next to my anchorspot I found a very interesting and healthy underwater world with plenty of sharks, lots of stingrays and eagle rays. Further out there was a drop off which I went to explore with my SCUBA gear. I was quite successfull and brought home a couple of lionfish of which I used for more than one delicious meal.

I was mostly alone, there were some live-aboard diveboats staying for a night or two but further out on the reef. I joined the people from the dive resort to do some more advanced dives, including the Great Blue Hole, a dive that brings you down to around 130 feet which I decided would be to dangerous to do alone. The Lighthouse Reef itself offers superb diving, the visibility is beyond amazing and there are not that many tourists or divers since even with a speedboat it takes several hours to get out there. There are beautiful drop offs, the reef is healthy and inhabited by beautiful reef sharks. But we also got spoiled with turtles, eagle rays, big groupers and a lot of smaller things. Reading about sharks and rays at every divespot might sound a bit repetitive for non-divers but I can tell you that I’ll never get tired of spotting some nice size sharks or the very elegant eagle rays who seem to glide along the reef without any obvious effort.

The dive to the Blue Hole itself was interesting but did not offer such a big diversity. The dive is quite short since you go through the air quickly because of the depth and also can not stay down for too long because of the nitrogen building up in your system. From the air (and I recommend to ask Google for a picture of it) it looks like a deep blue circle surrounded by some lighter blue and turquoise in a circle of reef. Below the surface it looks more like a black hole. We glided along the floor until we reached the edge and then began to sink vertically into what seemed to be infinite black. Starting at more or less 40 meters we found some very big stalactites which means that this part was once above the surface of our oceans today. They are up to 30 feet long and 10 feet in diameter and you can swim between them, always keeping an eye into the black on the other side and also further below. After a couple minutes our dive computers told us that we reached our time limit for that depth and we started our slow ascend. One would reach the bottom at about 460 feet and the hole has a diameter of about 1000 feet. The visibility was ok but not as good as on the outside of the reef and we did not see any of the schools of sharks or even hammerheads that the Blue Hole seems to be famous for. For me it was biologically not very interesting but I enjoyed learning and seeing about the geology of the place. Nevertheless, if someone likes dives like this he might be better off diving in the Cenotes in Mexico.
Again and again the Great Blue Hole is listed in the top 10 divespots of this world. Maybe I am a bit spoiled but I can not agree on that. Since the dives on the outside of the reef where among the best I ever experienced I was not really disappointed. I would say that the Lighthouse reef itself belongs to the best divespots, including the Blue Hole making the diving more diverse.

I really enjoyed spending a week or so anchored at the lighthouse reef and I think it is one of my highlights. I would be very happy to show this to two potential visitors early next year…

To finish this cruising season I’ll write about the last 3 stops I did before arriving in Guatemala and how it felt to come back „home“ to the Tortugal Marina in Rio Dulce where we met so many other cruisers and some of them where waiting there for us (or newly: me) to come back.

Thanks for reading.

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Banco Chinchorro -> Lighthouse Reef


Guten Mutes hiess es in Banco Chinchorro “Leinen Los!”. Da der Eingang zum Riff relativ weit ist habe ich hier gleich wieder unter Segeln abgelegt und hatte einen langsamen aber gemütlichen Segeltag, die ersten Stunden dem Riff entlang und geschützt vor Schwell. Am Abend nahm dann der Wind wie schon auf der letzten Etappe zu und ich hatte ideale Segelbedingungen mit 15-17 Knoten auf einem Halbwindkurs und wenig Schwell.
Dies ging bis etwas nach Mitternacht und ich folgte meinem Rhythmus von 20 Minuten ruhen und dann Rundumblick & Check bis ich ein starkes Gewitter sah. Im Sekundentakt kamen Blitze runter und die Zelle schien genau auf meinem Kurs zu liegen. Da wollte ich natürlich nicht hinein und so habe ich beigedreht. Während zwei Stunden schob mich die Strömung mit einem Knoten wieder zurück nach Norden aber das war besser als das Risiko eines Blitzschlags einzugehen. Als das Gewitter weiter Westlich war gings weiter, immernoch mit idealen Segelbedingungen. Segel waren für die Nacht (wie immer) aus Sicherheit gerefft und sehr bald hatte ich wieder eine schöne Geschwindigkeit von ca. 6 Knoten. Ich legte mich wieder hin.

5 Minuten später merkte ich wie der Wind stärker wurde. Ich erhob mich direkt und mit einem Schritt war isch schon hinter dem Steuerrad doch der Wind war schneller und der Alarm für mehr als 30 Knoten piepste schon munter. Autopilot aus und Abfallen war mein erster Gedanke, jedoch habe ich die Schot vom Grosssegel nicht gelöst und der Druck auf das Ruder war ziemlich gross. Zu gross für die Kette welche die Bewegungen vom Rad zum Ruder überträgt. Diese brach und ich verlor die Kontrolle übers Schiff. Das Rad drehte leer und das Schiff wurde zum Spielball von Wind und Wellen. Sofort war mir bewusst das es jetzt ernst wird. Panik war es keine aber das Adrenalin war da und um ein bisschen für Spass zu sorgen begann es in Strömen zu regnen. Rettungsweste ausziehen, Jacke an, Rettungsweste darüber, einpicken und aufs Deck. Selbstverständlich gab der Windmesser immer noch fröhlich seinen 30+Knoten Wind Alarm aus, vermutlich war es näher bei 40 aber ich hatte keine Zeit darauf zu schauen. Kaum hatte ich das Grosssegel runtergerissen, Motor an und war wieder Herr der Lage war der Wind weg. So schnell wie er gekommen war fiel er runter auf 0. Ich sass da, war wieder auf Kurs dank dem Autopiloten welcher direkt am Ruderpfosten angebracht ist und nicht am Rad und dachte darüber nach was soeben passiert ist. Bis ich über mich selber zu lachen begann und dann machte ich mich an den Einbau der Notpinne. Dies war kein Problem und auch der rest der Fahrt verlief gut. Da ich mich weit weg von Land, Riffen oder Verkehr befand fühlte ich mich nie wirklich in Gefahr.

Als ich am nächsten Morgen zu den “Two northern Cayes” beim Lighthouse Reef ankam war die Sonne noch tief und ich traute mich nicht den Eingangskanal zu suchen. Ich ankerte draussen und versuchte das Resort auf der Insel per Funk zu erreichen. Das Buch spricht vom neusten Resort vom Lighthouse Reef und einem modernen Diveshop der keine Wünsche offen lässt. Ich bekam keine Antwort aber dafür Besuch von den Parkrangern welche 10 Meilen weiter südlich stationiert sind. Papiere wollten sie keine sehen, sie fragten nur ob alles in Ordnung sei und ich erklärte mein Problem mit der Steuerung und dass ich gerne wissen würde wo der Kanal ist um hinters Riff zu kommen. Der Parkranger zeigte auf ein Haus und sagte: Schau, das grosse Haus mit der Antenne. Von deiner Position fährst du genau darauf zu und dort ist der Kanal. Ich war dumm und habe ihm geglaubt. Kurz darauf fuhr ich direkt auf das Riff zu. Es war mittlerweile Mittag und die Sonne stand hoch was mir eine grosse Hilfe war. Ich steuerte etwas neben dem offensichtlichen Riff vorbei und spürte plötzlich einen Ruck durchs Schiff gehen. Gleich neben dem Schiff sah ich Korallenköpfe bis an die Oberfläche kommen und ich bekam Angst. Der Tiefenmesser zeigte mir jedoch 3 Fuss unter dem Kiel an und fiel dann schnell auf über 15. Ich war drin. Unglaublich nervös fuhr ich näher an die Insel und ankerte.

Als ich an Land ging wurde ich von einem jungen Kerl anfangs zwanzig begrüsst welcher mich für die nächsten 2 Tage mit Sir ansprach. Er und ein zweiter junger waren die einzigen auf der Insel, obwohl mein Buch von 2013 ist und von einem modernen Resort sprach sagten sie dass das Resort seit 10 Jahren geschlossen ist. Sie starteten ihren Generator so damit ich ihr Wifi benutzen konnte und fragten ob ich gleich mit ihnen Essen wollte. Ich erklärte ihm dass ich kein Geld von Belize dabei hatte doch er lachte nur und sagte dass es nichts kosten würde. Ohne eine Gegenleistung zu erwarten wurde ich dort mit Essen und Trinken bedient, bekam Wasser um meine Tanks zu füllen und konnte ihr Wifi benutzen. Ich begleitete die Kerle am nächsten Tag zum Schnorcheln und dann bekam ich es mit der Angst zu tun. Es war sehr eindrücklich, tolle sehr hohe Korallenköpfe. Aber diese waren überall und ich fand keinen klaren Kanal wo ich am nächsten Tag sicher rausfahren könnte. Nach ca. zwei Stunden Schnorcheln entschied ich mich dann für einen der grössten Koralleköpfe und machte dort eine kleine Boje fest. Ich musste ziemlich nahe daran vorbeifahren aber dann sollte ich ohne Grundberührung rauskommen. Dort fand ich dann noch einen Feuerfisch welcher ich dann den zwei Jungs als Dankeschön ans Ufer brachte. Nachdem ich sie mehrmals fragte ob sie etwas brauchten zeigte mir einer von den Jungs seine Maske welche von einem Stück Draht zusammengehalten wurde und fragte ob ich noch einen Schnorchel hätte. Davon haben wir in den letzten Monaten ein paar gefunden, viele Ausflugsboote verlieren diese Dinger en masse, und es war kein Problem ihm zu helfen. Für mich nicht viel, aber er sah sehr glücklich aus. Am nächsten Tag gings gemäss Plan raus und ich war zwar nervös aber es klappte. Ein Blick aufs GPS zeigte mir dann dass ich extrem viel Glück hatte auf meinem Weg hinein. Dies hätte böse enden können und zerstörte mein Vertrauen in den Parkwächter.

An diesem Tag gings bei 20 Knoten Wind im Lee vom Riff nach Süden. Meistens um die 6.5 Knoten, manchmal 7 und selten unter 6. Eine kurze Etappe und ich war bei Long Cay. Dies war im Buch dann auch besser beschrieben und ich kam ohne Probleme an meinen Ankerplatz. Auf dieser Insel fand ich dann auch ein Diveresort und ich verbrachte dort fast eine Woche. Übers Tauchen dort schreibe ich im nächsten Artikel.

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With a good feeling I left Bancho Chinchorro. Since the entrance through the reef is very wide I decided to not use the engine and untied from the mooring ball just using sailpower. I had a slow but easy sail during the day, the first couple hours along the Chinchorro reef which protected me from any swell. After sunset the wind picked up, like it did the previous couple days and I had some splendid sailing conditions with a beamreach, little swell and 15-17 knots of wind.

This went till midnight and I followed my rhythm of 20 minutes resting and then checking on and around the boat when I realized there was a thunderstorm right in front of me. Every second I could see a lightning coming down and I was heading right into it. So I decided to hieve to and I waited for about two hours while the curren pushed me slowly back from where I came from. I prefered drifting back than getting hit by lightning. As soon as the stormcell was further to the west I went on, still having great conditions. As usual during night, my sails were reefed and very soon I went on with a nice boatspeed of around 6 knots and I tried to rest again.

5 minutes later I realized that the wind was picking up. I got up immidiately and was behind the steering wheel with just one step. But the wind was quicker and before I even got there the wind alarm, which is set at 30 knots, started beeping. I turned the autopilot off and my first thought was to fall off. I was very stupid in that moment and did not ease the mainsheet at the same time, so there was a lot of pressure on the wheel until the one very special moment when the wheel started to turn freely. I lost my steering! By then the rain came and it was pouring down but I was out of control and the boat was pushed around by wind and waves. I realized very quickly that this was serious but there was no real panic. I took my lifejacket off, put my foul weather jacket on (which was of course ready in the cockpit) and put the lifejacket back over it. I picked in and went up to the mast to get my mainsail down. Of course the wind alarm was still beeping and I think it was closer to 40 but I did not have time to look at it. As soon as I had my mainsail down, turned the engine on and was in control again the wind died. I sat there, following my course again, thanks to the autopilot which is attached directly to the rudderpost and was thinking about what just happened. Until I started to laugh at myself because of my stupidity and I started to install the emergency tiller. This was not a problem and the rest of the trip went fine again. Since I was far away from land, reefs and traffic I never felt in danger.

When I arrived early next morning at the “Two northern Cayes” at the famous Lighthouse Reef the sun was still low and I did not dare to try and find the entrance channel. I dropped my anchor outside and tried to reach the resort by radio. The book describes it as the newest developpment on Lighthouse reef with a very modern diveshop. No one replied but later I got a visit from the park rangers who are based about 10nm further south. They did not want to see any papers, they just asked if everything was ok. I explained my problem with the steering and said that I would like to know where the entrance channel is to get inside the reef. The parkranger pointed towards a specific building ashore and said: From your position, head exactly towards that building, that is the channel. I was stupid again and believed him. Shortly afterwards I started to head directly for the reef. It was close to midday and the sun was high which probably saved me. I steered away from the obvious reef where he said was the channel but then I felt a bump. Right next to the boat I saw coral heads coming almost to the surface and I got very scared. The depth sounder showed 3 feet below keel and then dropped quickly to 15 or more. I was inside. Feeling very nervous I made my way closer to shore and dropped anchor.

When I went ashore I met a guy in his early twenties who would call me Sir for the next two days. He and another young guy are the caretakers and the only people on the island. Even though my book that talked about a modern resort was printed in 2013 they told me that the resort was closed since ten years. They started their generator so I could use their Wifi and asked if I would eat with them. I explained that I had no Belizean money but he just laughed because he did not expect me to pay anything. They were very friendly, gave me food, drinks and as much water as I needed to fill my tanks. I went snorkeling with them the next day and that was when I got really scared. I snorkeled around for two hours in an amazing underwater world with very beautiful and high coral heads. But they were almost everywhere and I could not find an obvious channel and started to worry because I did not know how to get out of there again without running aground. Eventually I decided to tie a little buoy on a very tall coral head. I knew that I had to go very close to it but should be able to leave without touching. While doing this I saw a Lionfish which I speared and brought it to the young guys to give at least something back. When I asked them multiple times what I could give them one of them asked if I had a snorkel and also showed me his mask where he used a steel wire to keep it together. Since we found a couple of those in the last months ( a lot of tourist boats lose them all over ) it was not a problem to help him out. It was nothing for me but seemed to make him very happy.

The next day the scary moment came to head out again but my preparation with the buoy was very helpful and I got out without any troubles. When I looked on the GPS and saw my track where I went in I realized how lucky I was going in. That could have been the end of the adventure and made me feel bad about the park ranger who I trusted.

This day was a marvellous sail in 20 knots of wind, in the lee of the reef heading south. Mostly I did 6.5 knots, sometimes over 7 and seldom below 6. With that speed it only took me a couple hours and I arrived at Long Cay. I was back on the beaten path and a place that was better described in my guidebook so I was able without any fear, danger or issues to get to the anchorspot. On this Island I actually found a dive resort and I spend almost a week there. If you want to read about the diving there, check back soon for the next article.

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Die erste Einhand-Reise / The first single-handed journey


Scroll down for the english text.

Helmut: Danke für deinen Kommentar. Es freut mich dass es Leute gibt die meine Reise nun schon seit über 1.5 Jahren verfolgen. Mit Nicole hatten wir eine sehr gute Zeit, ich denke es hat einiges gestimmt, sonst wären wir nicht so lange zusammen unterwegs gewesen. Irgendwo hörte ich mal folgendes: Man kann 3 Jahre mit einer Frau zusammen sein und nicht wissen ob es die richtige ist. Aber 3 Wochen auf dem Schiff und du weisst es…

Die erste Einhand-Reise
An einem morgen mit Gewitter ging es los. Anker hoch und raus aus Isla Mujeres. Ich habe die Strecke in kleine Etappen geteilt mit vielen Optionen oder Plänen B, C, D und E. Nach einem abwechslungsreichen ersten Tag mit Regen, Sonnenschein, Flaute oder Böen um die 25 Knoten kam ich in Puerto Morelos an. Es gibt einen Ankerplatz hinter dem Riff und der Eingang ist seitlich und gut markiert. Da alles gut ging bin ich gleich unter Segeln ums Riff und habe zum ersten Mal an eine Boje festgemacht ohne den Motor zu benutzen. Es war ruhig und am nächsten Morgen habe ich gleich wieder unter Segeln abgelegt und ging weiter südlich. Dieser Tag war in seichtem Wasser um nicht gegen den Strom zu fahren, sehr nahe der Küste und auch den Riffen. Mit wenig Wind ging es vorbei am berühmten Strand von Playa del Carmen bis nach Akumal.

Das Buch beschreibt den Eingang als schmal und empfiehlt die Einfahrt nur bei sehr ruhigen Bedingungen. Neu sind jedoch Markierungen angebracht und deshalb bin ich da reingefahren. Ein Fehler. Kaum war ich durch den Kanal war der Raum sehr eng und als ich einen kleinen Kreis drehte sah ich überall Korallenblöcke, viele bis knapp unter die Wasseroberfläche. Ich hatte Glück das ich da nichts getroffen habe und es war für mich extrem stressig. Ich habe dann im engen Kanal geankert und wusste: Wenn der Wind dreht dann bin ich gleich auf einem Korallenblock. Ich schwamm an Land (Akumal Bay ist ein touristischer Ort mit abgesperrtem Bereich wo man mit Schildkröten schwimmen kann) und versuchte jemanden vom Tauchshop zu finden. Es war schon gegen 6 Uhr und ich fand nur einen Arbeiter der mir eine Boje zeigte wo ich festmachen konnte. Sehr nervös habe ich das Schiff dorthin verholt, der Tiefenmesser piepste dauernd weil ich nur sehr wenig Wasser unter dem Kiel hatte.

Am nächsten Morgen wurde ich dann verschickt, die Bucht sei nicht für private Schiffe geöffnet. Weiter gings, nahe der Küste bis in die Nähe der Maya Ruinen von Tulum. Diese Tempel wurden gleich auf den Klippen gebaut und sind sehr beeindruckend. Ich konnte einiges sehen aber die Distanz war dann doch zu gross um Fotos zu machen und der Ankerplatz ist nicht für eine Übernachtung empfohlen (Es lohnt sich auf Google Bilder von Tulum anzuschauen für alle die noch nie davon gehört haben). So ging es weiter und relativ spät kam ich nach Punta Allen, ein Ort am nördlichen Ende der grossen Bucht “Bahia de la Ascension”. Es gibt dort lange Riffe die nicht sehr gut in den Karten eingezeichnet sind aber ich konnte ohne Probleme rundherumfahren um geschützt zu Ankern. Bahia de la Ascension ist ein sehr wichtiger Ort für die mexikanische Fischindustrie, es werden dort Unmengen an Lobster gesammelt und verkauft.
Im letzten Jahr haben wir Isla Mujeres – Bahia de la Ascension in einer Übernachtfahrt gemacht. Wir waren niemals so nahe an der Küste und auch den Ankerplatz in der Bahia de la Ascension habe ich damals mit viel mehr Vorsicht ausgesucht. Bis hierhin ging alles nach Plan und ohne gravierende Probleme.

Von dort wollte ich nach 2 Nächten zur nächsten Bucht, Bahia Espiritu Santo. Als ich dann draussen war ging alles so gut und mit schönem Wind dass ich mich entschied gleich weiterzufahren, nach Banco Chinchorro. Sobald ich mich von der Küste entfernte kam ich aber in Gegenströmung und die Geschwindigkeit sackte ab. Plötzlich gings nur noch mit 2 Knoten vorwärts. Das ist ca. Schrittgeschwindigkeit. Ich versuchte es positiv zu sehen: Ich würde wenigstens bei Tageslicht ankommen, einfach am nächsten Tag. Bei Sonnenuntergang nahm der Wind dann zu und es gab wunderbares Segeln. Am morgen dachte ich noch an eine Tagesetappe und schon war ich das erste mal alleine auf einer Übernachtfahrt. Ich war relativ erholt und machte mir keine Sorgen. Geplant waren Ruhezeiten von 20 Minuten um dann kurz alles zu checken bevor ich mich wider hinlegen würde. Am Anfang war ich etwas nervös und erhob mich meistens bevor der Wecker ging. Später, als ich dann auch müder war, klappte es die 20 Minuten zu ruhen, an schlafen war jedoch nicht zu denken. Obwohl die Augen zu sind bleibt der Körper wach. Hören und spüren, jede Veränderung und jedes Geräusch wird wahrgenommen. Ich kam super vorwärts und genoss es bis ca. um ein Uhr morgens. Ich näherte mich dann dem Riff und fuhr vorsichtig durch die grosse Öffnung die ich vom letzten Jahr kannte. An einen neuen Ort würde ich niemals in der Nacht hineinfahren. Ich ging so nahe wie ich mich traute und liess dann den Anker fallen. Selbstverständlich gibts auch um 2 Uhr nachts ein Ankerbier welches ich unter einem grandiosen Sternenhimmel trank.

Ich war sehr glücklich, auf Banco Chinchorro freute ich mich sehr denn dies war bereits letztes Jahr ein Highlight. Zusätzlich war ich nun erstmals erfolgreich alleine in der Nacht unterwegs.

Am nächsten Morgen kam die Mexikanische Navy vorbei. Sie kontrollierten die Papiere und fragten: Wann bist du hier angekommen. Ich sagte: letzte Nacht. Später sagte einer: Ah um zwei Uhr morgens bist du angekommen. Ich musste schmunzeln, mir war schon vorher klar dass ich auch in der Nacht nicht unentdeckt unterwegs war. Sie waren sehr freundlich und wie schon letztes Jahr zeigten sie mir eine Boje wo ich festmachen konnte.

Banco Chinchorro: Ein Traum. Soweit ich weiss ist es touristisch nicht erreichbar. Die nördliche Insel wo ich lag gehört der Navy, betreten verboten. Auf der mittleren Insel leben ein paar Biologen da es hier noch einiges zum Erforschen gibt. Die Ostseite des Riffs gilt als gefährlich mit Strömung die in Richtung Riff setzt und es soll einige alte Spanische Schiffswracks haben. Die Unterwasserwelt ist fantastisch. Sowohl beim Schnorcheln als auch beim Tauchen war ich stundenlang fasziniert. Am Verhalten der Fische merkt man auch dass sie nicht viele oder noch gar nie mit Menschen zu tun hatten. Ich konnte Feuerfische jagen, fand viele kleine Viecher und wurde immer wieder von Haien überrascht die im Labyrinth von Korallenblöcken unterwegs waren. So waren die Tage fantastisch und am Abend verbrachte ich einige Zeit an Deck um Sterne zu zählen. Weit ab der Küste und ohne störendes Licht ist dies ein Erlebniss dass mich jedes mal von neuem in Staunen versetzt.

Ohne Buddy war ich beim Tauchen jedoch etwas limitiert und es war etwas schade dass ich nicht mehr Möglichkeiten hatte um ein paar dieser Wracks zu besuchen. Ich denke dass Banco Chinchorro ein Geheimtipp ist und wohl noch einige Jahre bleiben wird. Wer es dorthin schafft, idealerweise mit Tauchausrüstungen und Kompressor an Bord wird nicht enttäuscht werden.

Die nächste Überfahrt war die längste, wiederum durch die Nacht mit dem nächsten vielversprechenden Ziel: Lighthouse Reef in Belize. Von den Problemen und Geschehnissen dieser Etappe lest ihr im nächsten Artikel.

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Helmut: Thank you for your comment. It makes me very happy to see that some people are following my journey now since more than one and a half year. With Nicole we had a fantastic time, I think there were a lot of things going well between us, otherwise we would not have travelled together for that long. Somewhere I heard this: You can be 3 years with a woman and you do not know if it is the right one. But 3 weeks on a boat with her and you know…

The first single-handed journey
It was on a day with some thunderstorms that I pulled my anchor up and left Isla Mujeres. I split the whole trip in a lot of smaller journeys that were mostly doable in a day and of course I had a lot of open options or plans B, C, D and E. After a first day with all different conditions like rain, sunshine, no wind or gusts around 25 knots I arrived in Puerto Morelos. There is a anchorage behind the reef and the entrance is from the side and well marked. Since everything went that well I entered under sails and for the first time I tied to a mooring, using sailpower only. It was a calm night and the next morning I left the same way, only sails up, no engine. This day was in shallow waters, very close to the coast and the reefs so that I would not get in the strong current setting against me. With little wind I passed the famous beach of Playa del Carmen and sailed down to Akumal.

The book describes this entrance as very narrow and only recommended in flat calm conditions. Now someone put some channel markers there so I decided to enter. A mistake. As soon as I was through the channel there was not a lot of room and when I did a small circle I realized that there were coral heads everywhere, most of them reaching almost to the surface. I was lucky that I did not hit anything and dropped anchor right in the entrance channel. I knew that if the wind would turn I would hit a coral head close by. So I swam ashore to find someone of the diveshop. Akumal is a very touristic place with a marked area where you can swim with turtles. So this area takes the most of the bay and leaves very little room to anchor. It was close to 6 and the diveshop was closed but I was able to find a guy who pointed out a mooring ball where I could tie on. I was very nervous and moved to boat to that location but the depthsounder kept beeping the whole time because there was so little water below my keel. Next morning another guy came by and send me away. Apparently the bay is not open for private vessels. So I continued close to shore till I reached the Maya ruins of Tulum. Those temples are build right on the cliffs, very impressive. I could see some of it but it was to far away to take pictures and I did not want to enter the reef since it was late and the anchorage is not recommended to overnight (It’s worth to google some picture of Tulum for the people who never heard of it). A couple hours later I arrived in Punta Allen, a village that marks the northern end of the Bahia de la Ascension. There are some long reefs far out which are not well marked in the charts but it was not so hard to sail around them to find a protected anchorage behind. Bahia de la Ascension is an important area for the Mexican fishing industry, they take countless numbers of lobster out of those waters.

A year ago we did this stretch from Isla Mujeres – Bahia de la Ascension in one overnight. We were never as close to shore as I was this time and also the anchorage in the Bahia de la Ascension was chosen with a lot more safety concerns. Until here everything went as planned and without major problems.

After two nights there I wanted to sail to the next Bay, Bahia Espiritu Santo. As soon as I was out again everything went very well and with nice wind so that I decided to keep going directly to Banco Chinchorro. But as soon as I was further away from the coast my boatspeed dropped to around 2 knots because I got in the current. I tried to see the positive side: I would at least arrive during daylight, only a day later. Around sunset the wind picked up and I had some marvellous sailing. Leaving in the morning I had a daysail in mind and here I was, doing my first single-handed overnight. I was well rested and I did not worry. I planned to do twenty minutes of resting and then check on the boat and surroundings before resting the next twenty minutes. In the beginning I was quite nervous and I got up before my alarm went off. Later, as I became more tired it got easier to rest the full twenty minutes, but I was far away from sleeping. Even though the eyes are closed, the body is awake. Listening and feeling for every change, every noise. I moved quickly and enjoyed it till around 1 in the morning. I got closer to the reef and entered through the big gap in the reef which I already knew from last year. I would never dare to arrive at a new place at night. I went as close as I could while still feeling comfortable and dropped anchor. Of course I enjoyed my anchorbeer, it was around 2 in the morning below a superb sky full of stars.

I was very happy to be at Banco Chinchorro because it was already a highlight of the trip last year. In addition I just ended my first successful sail at night.
The next morning I got a visit from the Mexican Navy. The checked on my papers and asked: When did you get here. I answered with “last night”. Later one of them said: So you arrived here at 2 in the morning… I had to smile, it was clear to me that my arrival was not unnoticed. They were very friendly and like last year they showed me a mooring ball where I could tie to.

Banco Chinchorro: A dream! As far as I know one can not reach it by normal tourism. The northern island belongs to the navy, going ashore is prohibited. On the central island there are some biologists doing research. The eastside of the reef is known as very dangerous because a current sets towards the reef and apparently there are several old spanish wrecks. The underwater world is fabulous. While snorkeling and diving I was amazed during hours. You can clearly tell by the behaviour of the fish that they have not seen humans very often, if at all. I could hunt lionfish, found a lot of little critters and got surprised multiple times by sharks when they came around the next corner in this beautiful maze of coralheads. The days were fantastic and I often spend hours at night sitting on deck to count stars. Far away from the coast without any disturbing lights this is an experience that I will never get tired of.
Without a buddy I was a little limited while diving and it is sad that I could not explore more, especially that I had to miss out on some of those wrecks. I think Banco Chinchorro is an insider tip and I guess it will stay like that for at least a couple years. Anyone who is able to get there, ideally with diving equipment and a compressor will not be disappointed.

The next leg was supposed to be the longest, again through the night with the famous Lighthouse Reef in Belize as next auspicious stop. If you wanna read about the happenings and problems on this journey, stay tuned, the next article is going to appear soon.

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Ein neues Kapitel / A new chapter


Ein neues Kapitel

Ein paar Wochen nachdem meine Eltern zu Besuch waren flog Nicole nach Hause. Sie ist schon letztes Jahr von Cancun zurück in die USA geflogen, aber diesmal wird sie nicht mehr zurück kommen. Wir hatten eine super Zeit zusammen, haben viel voneinander und miteinander gelernt, enorm viel erlebt, schwierige aber mehrheitlich auch sehr schöne Momente gehabt. Ich bin ihr sehr dankbar und ohne sie wäre ich vermutlich nicht oder nur sehr schwierig ans Ziel meines ursprünglichen Traums gekommen. Ich habe ziemlich am Anfang dieses Blogs mal geschrieben dass gewisse Sachen einfach passieren. Vermutlich war ich nicht bereit für das Einhand-Segelabenteuer welches mein Traum war und so kreuzte Nicole meinen Weg. Nun nach etwas mehr als eineinhalb Jahren trennen sich unsere Wege und ich fühle mich bereit alleine weiter zu gehen, ausgerüstet mit der Erfahrung welche ich mit ihr zusammen gesammelt habe. Als Abschluss unserer gemeinsamen Zeit gingen wir noch nach Playa del Carmen um in den Zenoten zu Tauchen. Für mich einer der beeindruckensten Orte um zu Tauchen und für Nicole etwas vom besten was sie je erlebt hat. So trennen wir uns als Freunde, beide dankbar für das erlebte mit vielen schönen Erinnerungen.

Meine Idee war im August nach Guatemala, Rio Dulce, zu Segeln um gegen Ende des Monats oder anfangs September dort zu sein. Am Tag als Nicole ging erhielt ich von einer Tochter eines Seglers ein Ersatzteil welches sie aus den USA mitgebracht hatte und das Schiff war bereit für die nächste Etappe. Ich auch. Das Wetter nicht. Entweder war kein Wind oder dann gab es Tropische Tiefdruckgebiete, Stürme und auch ein oder zwei Hurricanes welche sich bildeten und so wartete ich auf ein geeignetes Wetterfenster. Ich ging dann auch mal alleine Segeln. Ich wusste dass dies kein Problem darstellen wird, nur die Ankermanöver habe ich noch nie Einhand gemacht. Einmal rund um die Insel und da alles so gut klappte musst ich mich natürlich herausfordern und habe direkt vor dem Badestrand von Isla Mujeres, neben den ganzen Touri-Motorbooten die ihre Tagesausflüge dorthin machen, unter Segel geankert. Es gab ein paar erstaunte Gesichter von diesen Motorböötlern und ich war stolz, denn auch mit Nicole zusammen haben wir nie nur unter Segeln geankert. Die Tage vergingen und ich war immer noch dort. Leichter Wind, kein Wind oder Sturm in der tropischen Vorhersage. Ich sass da und war bereit. Schliesslich zeichnete sich ein mögliches Wetterfenster ab, mit sehr wenig Wind zu beginn aber mehr weiter südlich und es war soweit: Die Erfüllung meines Traums stand kurz bevor, Einhand-Segeln auf eigenem Bug in der Karibik… Wie dies herauskam und ob der Traum dem entsprach was ich mir vorstellte könnt ihr hier in meinem nächsten Artikel lesen.

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A new chapter

A couple weeks after my parents visit, Nicole flew back home to the States. She already did this last year, also from Cancun but this time she won’t come back. We had an amazing time together, learned a lot from each other and together, experienced a whole bunch and underwent difficult but mostly very beautiful moments. I am deeply grateful and I do not think that I would have made it, or only with big difficulties, to accomplish my initial dream. In one of the first blog posts I once wrote that some things just happen. I was probably not ready for this single-handed sailing adventure which was my dream and so Nicole’s and my path crossed. Now, after a bit more than one and a half year, we go different ways and I feel ready to go on alone, equipped with the experience I was able to get together with her. To have a final beautiful memory of our time together we went to Playa del Carmen to dive the Cenotes. Those are some of the most impressive locations to dive for me. Nicoles description was this: I have never seen or done anything like that and takes number one rank of the most incredible things I have ever seen!

We separated as friends, both very thankful for what we could experience together and with a lot of marvellous memories. Thank you Nicole for sharing a part of your life with me, I could not have asked for a better travel-companion.

My idea was to head down to Rio Dulce, Guatemala in August to arrive there by the end of the month or beginning of September. The day Nicole left I got a spare part from a daughter of another Cruiser who just flew into Cancun. With this, the boat was ready to go. I was ready as well. The weather was not. There was either barely any wind or then there were some tropical depressions, storms or one or two hurricanes so that I waited for my weather window. I used this time and went sailing alone around the island but I knew that the sailing part would not be a problem. Only anchoring was a bit tricky and I never did that alone before. Once around the island everything went so well that I finally even anchored under sails. It was right at the beautiful Playa Norte which is full of tourists and full of boats who go there for the day with their guests. Some of those powerboaters where looking quite impressed and I felt proud, for I never anchored under sails before, not even with Nicole together. The time went and I was still there… Light winds, no winds or tropical depressions is what I saw in the forecast. I sat there and was ready. Finally it looked like I would get my weather window. Leaving with little wind but getting more while heading further south sounded good enough to me and so the moment came to fulfill my initial dream that I had for so long now: Sailing my own boat through Carribean waters, single-handed.
How this turned out and if it was in accordance with my expectations will be ready for you to read in the next article in a couple days.

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Besuch von meinen Eltern / Visit from my parents

Die Zeit in Isla Mujeres verging sehr schnell und war ziemlich intensiv. Wir hatten eine Nacht um uns von der Reise zu erholen und dann gings zum Einklarieren und ab zum Flughafen um meine Eltern abzuholen. Es war schön sie wiederzusehen. Wir hatten tolle 2 Wochen mit vielen Aktivitäten, fantastischem Essen und feinen Cocktails. Wir nahmen sie mit zum Schnorcheln, erkundeten die Insel, gingen Segeln, machten Ausflüge nach Cancun oder zu den Maya Ruinen von Chichen Itza. Kurz: Wir hatten eine super Zeit. Es gab Sachen aus der Heimat, Hauswurst und Schokolade. Es ist schwierig das hier zu beschreiben aber es hat mir sehr gut getan Zeit mit meinen Eltern zu verbringen. Ich denke es ging auch ihnen so, ausser der Hitze gab es nichts zu beklagen und nun dass sie Nicole und das Schiff kennen lernen konnten wussten sie auch besser Bescheid über mein Abenteuer und mussten sich ab dann weniger Sorgen machen. :)
Herzlichen Dank an meine Eltern welche die Strapazen eines Übersee Fluges auf sich genommen haben nur um mich zu besuchen. Hier noch eine kleine Geschichte um zu zeigen wie stark meine Eltern hinter mir und meinem Traum/ Abenteuer stehen:
Als ich im Jahr 2011 das erste Mal von meinem Traum gesprochen habe und meinen Eltern versucht habe zu erklären wie ich mir das ganze vorstelle war die Antwort ganz einfach: Wenn du nun beginnst Geld zu sparen um dir deinen Traum zu verwirklichen, dann fangen wir an Geld auf die Seite zu legen um dich besuchen zu kommen…
Ich bin sehr glücklich und dankbar dass dies wahr wurde.

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The time in Isla Mujeres went very quickly and was quite intense. We had one night to recover from our journey accross the Yucatan Straight before we checked in and went to the airport to go and see welcome my parents. It was lovely to see them again. We had 2 marvellous weeks with a lot of activities, faboulous food and delicious cocktails. We took them snorkeling, explored the island, went sailing, did trips to Cancun or the Mayan ruins of Chichen Itza. In a nutshell: We had a fantastic time. They brought things from home, for example delicious sausage and chocolate. It is difficult to describe it but it felt very good to spend time with my parents. I think it was similar to them, except the heat there was nothing to complain about. Now that they met Nicole and saw the boat they know more about my adventure and have less to worry. :)

A big thank you to my parents who flew across an ocean just to come see me. Here a little story to show you how much my parents stand behind me and support my dream:
In 2011, when I talked for the first time about my dream and tried to explain to my parents how I see this and what I plan their answer was very simple: If you start to save money to go an live your dream, we will start to put money aside to come and visit you…

I am very happy and grateful that it became true.

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Kommentare / Comments

Hier eine Antwort auf ein paar Kommentare welche seit dem 20 Minuten Artikel eingegangen sind:
Thomas: Danke fürs Interesse an meinem Blog. Da ich nicht so viele Seglerfreunde habe freut es mich einen mehr unter den Lesern begrüssen zu dürfen.
Stephan: Merci für deinen Kommentar. Darf ich fragen was deinem Traum im Weg stand? Ich hoffe ich kann dich oder sonst jemanden inspirieren seinen Traum zu verwirklichen. Es lohnt sich für etwas zu kämpfen dass man wirklich will, auch wenn man dafür auf einiges verzichten muss.
Mireille: Wie ich dir bereits in einer persönlichen Nachricht erklärt habe wird das mit den Ferien in Kuba im Oktober nicht möglich sein. Hauptgrund ist die Hurricane Saison in deren intensivsten Zeit ich in Rio Dulce sein werde und dann auch Arbeiten am Schiff erledigen möchte. (Bezahlende) Gäste an Bord zu haben ist ein 24h Job und das möchte ich nicht. Ausserdem ist es vom Gesetz her nicht erlaubt bezahlende Gäste auf einem mit der Schweizer Flagge geschmückten Schiff aufzunehmen.

Den Online Artikel von 20 Minuten findet ihr hier: http://www.20min.ch/community/stories/story/31996485
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In this short post I am replying to a couple comments that came in after the publication of the interview in the swiss newspaper “20 Minuten”.

Thomas: Thank you for your interest on my Blog. Since I don’t have many friends that are sailors I am happy to welcome you amongst the readers of my blog.

Stephan: Thank you for your comment. May I asked what stopped you on your way to live your dream? I hope I can inspire you or anyone else to follow his dream. It’s worth to fight for something you really want, even though it means that you have to miss out on a lot of other things.

Mireille: Like I explained to you in a personal message it won’t be possible to take you on holidays to Cuba in October. Main reason is the hurricane season, during it’s peak time I plan to be hiding in Rio Dulce and also to to work on the boat there. (Paying) guests are a 24 hour job which I do not really want to do. In addition, according to the Swiss law, it is not permitted to run a business on a Swiss flagged vessel, which means no paying guests.

Here you can find the article from “20 Minuten”: http://www.20min.ch/community/stories/story/31996485

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Nueva Gerona, Maria la Gorda, Cabo San Antonio & Mexico


Der Hafen in Nueva Gerona war etwas traurig. Wir haben neben Fähren an einem hohen hässlichen Betonpier festgemacht, gleich neben einem kleinen Segelschiff. Das Wasser war grün, trüb, verschmutzt und hatte einen ziemlichen üblen Geruch. Trinkwasser und Strom gabs natürlich nicht, da es ja keine offizielle Marina ist. Dennoch mussten wir die für Kuba üblichen Formalitäten erledigen und hatten Besuch von einem offiziellen. Nueva Gerona ist für kubanische Verhältnisse sehr hübsch. Die eine grosse zentrale Strasse ist hauptsächlich Fussgängerzone mit vielen Bänken, Kunst, Farben, Dekorationen und etlichen Geschäften. Hier haben wir uns aber das erste mal etwas komisch gefühlt. Es waren wenig bis keine Touristen unterwegs und die Einheimischen haben uns angestarrt so dass wir uns nicht willkommen fühlten. Die wenigen die uns angesprochen haben wollten uns ihre Dienste anbieten, uns zu Restaurants führen oder einfach nur Geld. Offenbar kennt man hier Tourismus, aber so wenig dass man die Chance nutzen will. Ganz eine andere Erfahrung als noch bei den isolierten Inseln wo man einfach gastfreundlich war. Diesel mussten wir von einer Strassentankstelle holen und als wir zurück kamen mussten wir im Hafen einen Kaufsbeleg vorzeigen, als Beweis dass wir das nicht auf dem Schwarzmarkt gekauft haben. Einkaufen konnten wir auch aber es gab nicht sehr viel, auch Gemüse auf dem Markt war eher spärlich.
Wir waren nicht traurig nach 2 Nächten mit Hitze und üblem Geruch aus Nueva Gerona auszulaufen und segelten Richtung Westen. Tatsächlich geschah was keine Vorhersage wusste: Wir kriegten Wind aus Westen, genau auf die Nase. Glücklicherweise hat er dann in der Nacht wieder in die normale Richtung gedreht und wir mussten nicht zu viel mit Motor unterwegs sein. Etwas weniger als 24h später kamen wir in Maria la Gorda an. Ein abgeschiedenes Resort, bekannt zum Tauchen. Mehrmals wurde uns schon abgeraten das Buffet in diesem Hotel zu besuchen, es sei einfach schlecht. Direkt vor dem Strand gibt es Bojen, welche wir benutzen konnten. Es war etwas speziell, man segelt bis zweihundert Meter an den Strand und kriegt keine Rückmeldung vom Echolot, mehrere hundert Meter tief. Und dann plötzlich ist man in 10 Meter tiefem Wasser, was man natürlich schon an der Farbe erkennen konnte. Der schmale Streifen zwischen Strand und Kante in die Tiefe ist übersäht von Riffen, aber tief genug um zu navigieren. Festgemacht an der Boje waren es dann 4-6 Meter Wassertiefe, abermals kristall klares Wasser und Korallen direkt unter dem Schiff, ein fantastischer Platz. Kurz die Papiere gemacht, das Hotel erkundet und den Rest des Tages geschnorchelt. Wir entschieden uns dann gleich 2 Nächte zu bleiben um noch einen Tauchgang zu absolvieren. Vom Tauchshop wurden uns mehrere Tauchplätze empfohlen, nicht weit von unserem Boot weg. Die verschiedenen angestellten konnten sich jedoch nicht einigen welches jetzt der beste wäre und so haben wir einfach einen gewählt. Wir haben einen einfachen aber sehr schönen Tauchgang absolviert, mit Riff, Sand, Canyons, Tunnels und kleinen Höhlen. Für 2 Dollar pro Stück haben sie dann auch unsere Tanks aufgefüllt. Ich war etwas traurig dass wir dort nicht mehr Zeit verbringen konnten, es hat mir da sehr gut gefallen.
Als nächstes stand eine Tagesetappe nach Cabo San Antonio an. Eigentlich wollte ich nicht da hin, aber wir hätten auf alles zwischen Cayo Largo und hier verzichten müssen wenn wir schon vorher ausklariert hätten, nur diese zwei Orte sind internationale Häfen und so einen muss man anlaufen bevor dass man das Land verlässt. In Cabo San Antonio hat sich unser Kreis geschlossen, das erste Mal das wir wieder an einen uns schon bekannten Ort kamen. Es hat sich nicht verändert. Immer noch 4 kleine Gebäude, einen geschlossenen Tauchshop, eine handvoll Angestellte und keine Touristen. Sowohl in Maria la Gorda als auch in Cabo San Antonio kriegten wir kein Trinkwasser, da anscheinend die Pumpe defekt war. Diesel gabs erst auch keinen, erst durch einen nichtoffiziellen Umweg kriegte ich dann wenigstens 20 Liter. Rein rechnerisch sollte das nach Isla Mujeres reichen…
Wir kamen am späten Nachmittag in Cabo San Antonio an und da es uns dort nicht gefiel und ein Nordwind aufkam, vor welchem man am Pier nicht geschützt ist haben wir uns entschieden die Papiere zu machen, duschen, kochen und auszulaufen. Statt zwei Tage und eine Nacht sollten es dann 2 Nächte und einen Tag auf See werden. Es war kaum Wind und wir fuhren unter Gross und Motor, zuerst südlich mit dem Gegenstrom und dann Westlich, quer in den Golfstrom. Die erste Nacht verlief ohne Probleme, der nächste Tag vorerst auch. Es hatte ziemlich viel Seegras und wir merkten wie das Schiff plötzlich abbremste und nur noch knapp über 2 Knoten machte. So machte ich mich bereit und sprang mitten auf hoher See hinein um den Propeller zu kontrollieren. Tatsächlich war alles voller Seegras und auch etwas Plastik. Kurz darauf konnten wir wieder mit normaler Geschwindigkeit weiterfahren. In der Nacht begann dann der Motor Probleme zu machen. Erst riss ein Riemen und ich kämpfte eine ganze Weile mit dem Ersatzteil, da dieser eine Nummer kleiner war. Einen Riemen zu ersetzen ist ja eigentlich ein Kinderspiel, aber übermüdet, im schaukelnden Schiff am heissen Motor und dann passt es nicht… Ich hatte schlussendlich auch mit mir selber zu kämpfen aber irgendwie gings dann. (Später in Mexiko habe ich mir das nochmals angeschaut und weiss nun was ich anders machen muss. Obwohl dies nicht das erste Mal war das ich den Riemen wechseln musste). Später in der Nach begann dann der Motor zu stoppen. Wechsel vom Dieselfilter, kein Problem und weiter. Doch plötzlich trat das Problem immer wieder auf und wir saugten Luft an. Ich dachte dass uns der Diesel bald ausgehen würde und wurde etwas nervös. Immer wieder habe ich die Luft aus dem System gelassen und auch unsere Treibstoffreserve eingefüllt. MIttlerweil war es 3 Uhr morgens und ich merkte dass wir ziemlich neben unserem Kurs waren. Das Boot zeigte zwar in Richtung 260 Grad, etwas südlich von West, aber gemäss GPS fuhren wir einen Kurs von 320 Grad über Grund. Wir waren immernoch mit Gross und Motor unterwegs und konnten trotzdem unseren Kurs nicht halten da die Strömung so stark war. Später als der Motor dann wieder aussetzte versuchte ich mit Genua und Gross das Schiff wenigstens ein bisschen in die richtige Richtung zu bringen aber ich hatte keine Chance. Mit 5 Knoten Wind konnte ich in jede Richtung probieren, im Endeffekt zeigte das GPS über 4 Knoten genau nach Norden an.
Ich wurde langsam nervös da die Maschine nicht länger als 20 Minuten am Stück laufen wollte. Obwohl wir zu beginn erst südlich segelten waren wir wegen der Strömung schon wieder weiter nördlich als unser Ziel, die Isla Mujeres. Wir mussten nur noch 16 Meilen zurücklegen, ca. 3h bei normaler Fahrt aber es sah langsam so aus als würden wir ohne Treibstoff in den Golf von Mexiko getrieben. Wir diskutierten schon die Optionen falls wir es nicht aus der Strömung schaffen sollten. In Gefahr waren wir nicht, mit dem Proviant hätten wir auch bis nach Florida, Texas oder wo auch immer segeln können, es hätte nur ein paar Tage gedauert und das wollten wir nicht, besonders da ja meine Eltern am nächsten Tag in Mexiko landen würden. Ich sah auf der Seekarte dass wir kurz vor “seichterem” Wasser von nur noch ein paar hundert Meter waren. Ich hoffte dass wir dann auch weniger Strömung hatten und liess mir nochmals was einfallen um die Maschine länger am laufen zu halten. Dies klappte und siehe da, kaum waren wir eine halbe Meile weiter nahm die Strömung ab und wir konnten plötzlich wieder unseren Kurs von mittlerweile 250 Grad beibehalten. Es wurde langsam hell und wir sahen die ersten Fischerboote von Isla entgegen kommen. Auch dies war ein gutes Gefühl, Hilfe, falls nötig, wäre nahe gewesen. Es war ein gutes Gefühl die Insel bald zu sehen und etwas später den Anker fallen zu lassen. Zum zweiten Mal von Cabo San Antonio nach Mexiko und zum zweiten Mal war es eine sehr strapazierende Reise. Wie wir später von 2 anderen Schiffen erfahren sollten war es aber nicht nur für uns schwierig, die Strömung stärker als sonst und ohne Wind ist man relativ machtlos. Beim Tanken haben wir dann bemerkt dass wir noch gut einen Drittel voll hatten. Nächster Schritt um das Problem zu finden war dann das ersetzen aller Treibstoffleitungen. Seitdem ist das Problem nicht mehr aufgetreten, aber seitdem gabs es auch keine längere Etappe mehr.

Obwohl wir doch ziemlich müde und mental etwas angeschlagen waren freuten wir uns sehr in Isla zu sein. Besonders als wir bekannte Stimmen im Funk hörten und auch uns bekannte Boote antrafen. Dies hob die Stimmung ziemlich rasch und auch die Vorfreude meine Eltern am nächsten Tag zu sehen war gross.

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Nueva Gerona, Maria la Gorda, Cabo San Antonio & Mexico

The harbor in Nueva Gerona is a little sad. We tied up next to some ferrys on a high, ugly concrete dock. Next to us was also another small sailboat. The water was green, murky, very dirty and had a bad smell. Since it was not an official marina there was no drinking water and no electrical power but of course we had to do the typical Cuban paperwork including a visit from a guarda frontera man. Nueva Gerona is very pretty. It is newer, more modern than other places in Cuba. The one main street is mostly a pedestrian zone with a lot of benches to sit, art, colors, decorations and a lot of little stores. For the first time we felt a little out of place. There were little to no tourists around and some of the locals stared at us so that we did not feel very welcome. The few who talked to us tried to offer us their services, guiding us to restaurants or simply asked for money. Obviously they know tourism but there is so little that they try to use every chance. This was a very different experience, especially in contrast to the incredibly friendly encounters we had on the isolated islands. We had to get diesel from a street fuel station and when we came back to the harbour we had to show proof that we bought it officially and not on the black market. We also went shopping but like everywhere in Cuba there was not that much to buy and also the vegetable market did not offer us a lot of options.
We were not sad to leave after 2 nights in this very hot and smelly place and set sails eastward. Against every forecast we got west wind, right on the nose. Luckily it changed later to the normal direction and we did not have to motor all the way. A little less than 24h later we arrived in Maria la Gorda. A resort, far away from everything else, famous for diving. More than once people told us not to eat at the buffet in that hotel, they said it’s simply bad. Directly in front of the beach there are some moorings which we could use. It was very special, we sailed within 200 yards of the beach and there was nothing on our depth sounder and then suddenly you are in 30 feet of water. Of course you can tell that by looking at the water color and you can also see a lot of different patches of reef from that drop off to the beach but mostly deep enough to navigate. Right at the mooring we had 12 to 18 feet of water, once again crystal clear water and corals right below the boat. A fantastic place. We quickly did our paperwork, checked out the hotel and spent the rest of the day snorkeling. We decided to spend 2 nights there so we could also do a dive. The people from the diveshop recommended different divespots, they did not really agree which one was the best for us. We had a very easy but beautiful dive with reef, sandpatches, canyons, swimthroughs and caves. Later, for two dollars each, they filled our tanks. I was a bit sad that we could not spend more time there, I really enjoyed it and I recommend it to any cruiser.
Next was a daysail to Cabo San Antonio. It was not really my wish to go there but then we would have had to miss out on everything from Cayo Largo to there since only Cayo Largo and Cabo San Antonio are international ports from where you can leave the country. There our circle was closed, it was the first time we came to a place where we have been before. It didn’t change at all. There was still 4 small buildings, a closed down diveshop, a handful of workers and not tourists. Neither in Maria la Gorda nor in Cabo San Antonio we were able to get drinking water to fill our tanks because at both locations they told us that their pumps were broken. Also they could not sell us diesel, only through a not official way was I able to get at least 5 Gallons. According to my calculation that should have been enough to reach Isla Mujeres.
We arrived in the late afternoon at Cabo San Antonio and since we did not really like it there and there was a north wind coming up, from which direction the dock is not protected, we decided to get our paperwork done, shower, cook and leave. Instead of two days and one night we were going for two nights and one day. There was barely any wind and we left with our mainsail up and engine on. First heading south to enjoy the counter current and then west, 90 degrees to the Yucatan current or Gulfstream. The first night was uneventful, same the next day. There was a lot of seagrass and we realized how the boat slowed down significantly, we did barely more than 2 knots. So I got ready and in the middle of nowhere I jumped into the sea to check on the propeller. It was full of seagrass and also some plastic. Shortly after that we were going on with normal speed again. At night the engine started to give us some troubles. First a belt broke and I was fighting for a while with the replacement part which seemed to be a smaller size. It really is not a big deal to change a belt, but being very tired, working on the hot engine in a rolling boat… I also had to fight with myself but I was finally able to replace it. (Later in Mexico I looked at it again and I know now what to do differently to get that belt replaced without problems, even though this was not the first time I replaced a belt.)
Later that night the engine stopped. I changed the fuel filter, no problem and going on. But then the problem reoccured, we were sucking in air. I thought that we might be out of diesel soon and became a little nervous. Multiple times I bled the fuel lines to get the air out and I also poured my spare fuel in my tank. By now it was 3 AM and I realized that we were off course. The boat was pointed to 260 degrees, slightly South of West but the GPS showed me a course over ground of 320 degrees. We were still moving with the mainsail and engine but were not able to hold a course of 260 because the current was that strong. Later, when the engine stopped again I tried to sail at least a little in the right direction by unfurling the genoa but I was not able. With 5 knots of Wind I could try whatever I wanted, finally the GPS told me that we went straight North with 4 knots over ground.
I started to be quite nervous since I could not get the engine to run more than 20 minutes. Even though we sailed South the first part of the journey we were already further North than Isla Mujeres, due to that strong current going North. We only had 16 nautical miles to go, more or less 3 hours under normal circumstances but it started to look like we would drift without fuel into the gulf of Mexico. We discussed our options in case we would not get out of that current. Clearly, we were not in danger, with all the food we could have made it to Florida or Texas or whereever, it just would have taken a couple days which we did not want since my parents were about to arrive the next day. I saw on the charts that we were not far away from shallower waters, in this case less than a thousand feet compared to the several thousand before. I hoped that we would reach that area and that the current there would be weaker. I tried on of my last ideas I had to keep the engine running and maybe half a mile later we realized that we could go back to our course of meanhwile 250 degrees and the current dropped down to only 1-2 knots. With the first daylight we also saw the first fishing boats coming out of Isla Mujeres which gave us a good feeling. Help, if needed, would have been reachable. Spirits rose and soon we started to see the island and it was a big relief to drop the anchor a bit later. The second time that we did the journey from Cabo San Antonio to Isla Mujeres and the second time that it was a very difficult one. We learned later from two other boats that it was not only difficult for us and they reported a stronger current than usually and without wind you can quickly feel lost if the engine stops. While filling up the tanks we realized that we had at least one third left, so running out of fuel was never a real issue. Next step to find the problem was to replace all the fuel lines. Since then the problem did not occur anymore but since them I did not do any longer distances.
Even though we were exhausted, physically and mentally, we were very happy to be in Isla. It was good to hear familiar voices on the radio and seeing boats we already met. This rose our spirits quickly and I was also very looking forward to see my parents the next day.

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Nach Westen entlang Kubas Südküste / Going West on Cubas South coast


Nachdem uns Patric und Sandra verlassen haben damit sie noch genügend Zeit hatten das Inland von Kuba zu erkunden haben wir uns langsam auf den Weg gemacht um nach Mexiko zu kommen. Einem knappen Plan zu folgen um ein Datum einzuhalten ist das schlechteste dass man machen kann, das haben wir ganz am Anfang unserer Reise gelernt. Deshalb machten wir uns ohne Stress auf den Weg, immer mit der Option meinen Eltern mitzuteilen dass wir es erst nach ihnen nach Mexiko schaffen würden. Doch das Wetter blieb gut und wir konnten locker unsererm Plan folgen. Von Cayo Largo gings nach Cayo del Rosario. Uns wurde dort ein Strand empfohlen und deshalb wollte ich dahin. Es war ein schmaler Eingang durchs Riff und wir hatten Welle von hinten. Ich versuchte dem GPS zu vertrauen und sah links und rechts von uns wie die Wellen am Riff brachen. Dann drehten wir ab um dahinter Schutz zu suchen. Das Wasser hatte zwar eine sehr schöne Farbe aber wir konnten auch in nur 4 Metern den Boden nicht sehen. Es war unruhig aber wir entschieden uns trotzdem dort zu stoppen und die Insel zu erkunden. Das Landen vom Dinghi war nicht ohne da doch eine gewisse Welle bis an den Strand kam. Der Strand selber war lang, weiss und Menschenleer. Leider aber hat auch hier der Mensch seine Spuren hinterlassen und überall fanden wir angeschwemmten Dreck. Hauptsächlich FlipFlops. Hunderte von Flipflops aber auch Glasflaschen und viel Plastik. Nachdem wir uns an diesen Anblick etwas gewöhnt haben fanden wir auch erfreulicheres, zuerst nur Spuren aber dann sahen wir überall Leguane. Auch Jutías waren umher und wir fanden überraschend viele Spuren von Schildkröten die wohl in der letzten Nacht da waren um ihre Eier zu vergraben. Sehr enttäuscht von meiner eigenen Spezies und unserem Müll verliessen wir den Strand wieder um noch vor Dunkelheit an einen geschützteren Ankerplatz zu gelangen.

Wir ankerten direkt vor einen kleinen Insel mit einer Hütte, Cayo Cantiles. Die Bewohner kamen bald vorbei und fragten ob wir irgendetwas brauchten oder Fisch möchten. Wir waren müde und haben gesagt dass wir am nächsten morgen vorbei kommen würden. Da wir in einem Hotel in Cayo Largo abermals sehr viel Gemüse bekommen haben, mehr als wir alleine essen konnten, brachten wir den 3 Männern etwas davon. Dazu noch eine flasche Limonade. Wir lernten dass sie jeweils für 30 Tage vor Ort waren bevor dann 3 andere kommen und sie einen Monat Ferien hatten. Ihre Aufgabe war auf die Affen auf der Insel aufzupassen und zu füttern aber die meiste Zeit verbrachten sie mit Fischen, Lobster holen und kümmerten sich um die umliegenden Inseln und deren Strände oder um ein paar Haussschweine. Die Affen dort leben frei und sind für medizinische Zwecke gedacht. Bei Bedarf werden ein paar eingefangen und auf die Hauptinsel von Kuba gebracht um dort die Laboversuche durchzuführen. Anscheinend benötigen sie so 3-4 pro Jahr, bei einem Bestand von 90-120 Affen. Da sie dort isoliert auf der Insel sind wird keine Quarantäne benötigt sobald sie ins Labor kommen. Wir lernten auch dass sie hin und wieder einen Hai fangen würden, quasi als Beifang. Dies schmecke ihnen nicht und deshalb kochen sie den um an die Schweine zu verfüttern. Was sie aber behalten ist die Leber. Diese wird in einen Plastiksack gesteckt und in der Sonne aufgehängt. So kriegen sie ein Öl daraus welches gut für Gelenkschmerzen sein soll. Über unser Gemüse und Limonade waren sie hocherfreut da ihre 30 Tage dem Ende zugingen und sie fast keine Vorräte mehr hatten. Auch hatten sie fast kein Trinkwasser mehr und sie gaben uns eine Botschaft mit welche wir bei unserem nächsten Stopp abliefern sollten.

Wir fuhren noch am selben Tag weiter und kamen in absolute Windstille. So motorten wir hinter dem Riff und hinter Inseln durch sehr seichtes Wasser, lange nur einen Meter unter dem Kiel und später nicht mehr als 4 oder 5 Meter Wassertiefe. Es war kristallklar und die Oberfläche dank der Windstille Spiegelglatt. Lange standen wir auf dem Vordeck und schauten uns das Wasser an während uns der Autopilot auf Kurs hielt. Dies war eine neue Erfahrung für uns, wir konnten jeden Stein erkennen, jede Koralle und jeden Fisch. Wir sahen viele Barracudas, jede Menge Kofferfische und sogar einen Stachelrochen. Das alles ohne auch nur einen Tropfen Salzwasser auf der Haut zu haben.
Später kamen wir dann nach Cayo Campos. Hier ankerten wir im Kanal und man liegt nicht zum Wind sondern zur Strömung die mit der Tide alle sechs Stunden die Richtung wechselte. Auch dies war eine “Affeninsel” mit ein paar Angestellten. Hier hatten sie jedoch eine andere Sorte Affen welche weniger schüchtern war und so bekamen wir auch ein paar zu Gesicht. Wir lieferten unsere Botschaft ab und sie funkten dann ein Schiff an welches am nächsten Tag losfuhr um ihre Kollegen mit frischem Trinkwasser zu versorgen. Die Parkwächter / Fischer hier waren ebenfalls sehr freundlich. Sie zeigten uns ihre Hütte und boten uns essen an. Auf dieser Insel gibt es frisches Grundwasser und so konnten wir dort auch unsere Wasservorräte auffüllen. Als Dankeschön gaben wir ihnen eine kleine Flasche Rum und dies führte dazu dass sie uns noch mehr Sachen anboten. So kam ich dazu mal Schildkröte zu versuchen, dies war jedoch nicht besonders gut. Sehr salzig, etwas fischig und zäh. Am nächsten Tag folgten wir einem Weg um an einen einsamen Strand zu gelangen und als wir zurück kamen hatten sie eine Kiste mit Lobster gefüllt. Sie haben uns dann auch zwei gekocht und in der Pfanne mit ihrem kleinen Boot zu unserem Schiff gebracht. Während ich Lobster meistens in Butter mit Knoblauch brate war dieser in Öl, Tomatenpüree und ein paar Gewürze. Wow was für ein Geschmack. Hier ass ich den besten Lobster meines Lebens, zubereitet von einem Fischer auf seinem Holzofen und direkt ans Boot geliefert. Diese Gastfreundschaft war so beeindruckend dass ich mich zu fragen begann was uns fehlt, weshalb wir nicht so sind. Da auch diese Männer Staatsangestellte sind kann davon ausgegangen werden dass ihr Lohn unter 20 Franken im Monat beträgt. Wir haben dann noch das Boot durchsucht und fanden ein paar Einwegrasierer welche wir ihnen übergaben und sie damit ziemlich glücklich machten.

Das war es dann vom Archipelago de los Canarreos und wir machten uns auf den Weg nach Nueva Gerona, der Hauptstadt der Isla de la Juventud. Es war eine Strecke ohne besondere Vorkommnisse, mit wenig Wind und Spinnaker. Nueva Gerona hat nur einen kommerziellen Hafen und eigentlich darf man da nicht hin. Wir wollten aber nicht in die offizielle Marina auf der anderen Seite der Insel da wir die Stadt selber sehen wollten. Als ich sie beim Einfahren angefunkt habe kam dann prompt die Frage: Was ist euer Problem. Ich nannte Treibstoffmangel, Wassermangel und Provisionierung als Gründe um einlaufen zu können und wir kriegten die Erlaubnis 2 Nächte zu bleiben. Davon und von der weiteren Reise bis nach Mexiko schreibe ich ihm nächsten Artikel.

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Going West on Cubas South coast
After Patric and Sandra left us so they would have enough time to explore the inland part of Cuba, Nicole and I slowly started to move West to get to Mexico. It is one of the worst things one can do to follow a tight schedule as we learned during the beginning of our journey. So we moved without rushing, always keeping in mind that I would tell my parents that we would arrive after them in Mexico. Luckily the weather stayed quite well and it was easy to follow our plan. From Cayo Largo we sailed to Cayo del Rosario. Someone recommended a beach there and therefore I wanted to go there. It was a narrow entrance without any markers through the reef and we had some waves from behind. I tried to trust the GPS and I saw the waves breaking over the reef to our left and right. Then we turned to get protection behind the reef. The water color was still very beautiful but it was not clear, we could not see the ground, even in as little as 12 feet of water. It was not very well protected but we decided to go ashore which was a little tricky because the waves would reach the beach and break where we wanted to land with our dinghy.
The beach itself was long, white and no one around. Unfortunately humans are also present there, in this case represented by garbage. Mostly flipflops. There where hundreds of them but also glass bottles and of course plastic. After we got a little used to this we found better things. First only trails but then we saw iguanas everywhere. There were also jutías and we found a surprising amount of turtle trails that apparently came the night before to lay there eggs. Very disappointed by my own species we left to find a better anchorage for the night.

We found a better place just in front of a small island with a little hut, called Cayo Cantiles. The people came by our boat soon after we dropped anchor and asked if we were in need of anything or if we wanted fish. We were tired and said that we would go see them the next morning. In a hotel in Cayo Largo we got once more a huge bag of vegetables, more than we could eat so the next morning we went to the island and brought some vegetables and a bottle of lemonade with us. We learned that they are 3 men, staying on the island for 30 days before 3 others come and they go home for a month. Their job is to take care of the monkeys on the island and feed them but mostly they spend their time fishing, catching lobster and taking care of the beaches on their and the islands around. They also had some pigs of which they took care of. The monkeys on the island are free but they are held there for a special purpose: laboratory testing. They need about 3-4 of them every year and then the workers catch them and send them to the mainland of Cuba to the lab where they do their tests. Since they are isolated on this island there is no need to put them under quarantine first but they can be used directly. They explained that there were around 90 to 120 monkeys living there. We also learned that they would catch a shark once in a while but it was a bycatch and not their objective. They don’t like it so they cook it and feed it to the pigs, except the liver. They put it in a bag and hang it in the sun. Slowly there is an oil coming out which apparently should be very good for people with pain in their joints. They were very happy about our food because there 30 days were almost over and they were quite low on supplies and almost out of water. So they gave us a note which we should hand to the people on the next island were we planned to go.

We left on the same day and got becalmed. We motored behind the reef and behind islands through quite shallow water. For a long time we had barely 3 feet below the keel and later not more than 4-5 meters. It was spectacularely clear and there was not a ripple on the surface, so we could see everything. For a long time we stood on the bow while the autopilot held us on course and we were amazed and looked at the ground. It was a new experience for us. We were able to see every single stone, every coral and every fish. We saw a lot of barracudas, tons of trunk fish and even a stingray. All that without getting a single drop of saltwater on our skin.

Later we arrived in Cayo Campos. We anchored in a channel and we were lying to the tidal current and not to the wind, so we changed our direction every 6 hours. This was also a monkey sanctuary but with a different kind of monkeys which were less shy and we were able to see a couple of them. We gave them our note and they called a ship by radio which promised to go the Cayo Cantiles the next day to bring them more drinking water. The parkranger / fishermen on this island were once again very friendly. They showed us their little hut and offered us food. There is a well with drinking water on this island so we were able to fill our tanks, for the first time since Cienfuegos because there is nothing in between and there was no rain the whole time. To say thank you we offered them a little bottle of rum which made them offer even more things to us, for example they gave me some turtle to try. I did not really like it, it tastes fishy, very salty and tender. The next day we followed a little path to find another lonely beach and as soon as we were back they had a big box full of lobster which they caught that morning. They cooked two of them for us and even came out to our boat, bringing their pan with the cooked lobster in it. I usually cook it in butter and garlic, he did it in oil, with some spices and tomato puree. Wow, this was clearly the best lobster I ever had in my life. Their hospitality was so amazing that I started to ask myself what we are missing, why we are not like that. Especially since they are all employed by the government and earn around 20 dollars per month. We went to look in our boat and found some razors which we gave to them and they were quite happy.

That was it from the Archipelago de los Canarreos and we moved further west to Nueva Gerona, the capital of the Isla de la Juventud. It was not a special trip, little wind and sailing with the spinnaker up. Nueva Gerona is only a commercial port and officially one is not allowed to go in there. We did not want to go to the other side of the island to find the official marina and then rent an expensive car to drive back to Nueva Gerona and decided to check it out. I called them by radio as soon as we were entering the little river that leads to the harbour and they asked: What is your problem? So I told them that we were in need of fuel, water and needed to provision and they allowed us to stay there for 2 nights. I will tell you about this and about the rest of the journey to Mexico in the next post.

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Besuch von Freunden / A visit from friends

Freunde zu Besuch
Nicole und ich hatten ein paar schöne Tage in Cienfuegos, konnten ein paar Sachen am Schiff erledigen und haben uns dann auf den Weg nach Trinidad gemacht. Eine Stadt die bekannt ist für Musik und Tanz. Es ist klar touristischer als Cienfuegos, hat aber eine schöne Altstadt und viele kleine Bars und Restaurants. Wir haben in einer hübschen Casa particular übernachtet, günstig und sauber. Dies wahr wohl die beste Dusche seit Guatemala. Warmes Wasser! An einem Tag haben wir einen Ausflug mit Pferden zu einem Wasserfall gemacht. Aus der Stadt über Felder, durch kleine Bäche (keine Brücken), Wälder bis in ein kleines Tal wo wir zuhinterst zum Wasserfall kamen. Dies hat uns sehr gut gefallen und wir waren uns einig dass wir die Möglichkeiten zum Reiten mehr hätten nutzen sollen. Ansonsten haben wir viel Zeit mit herumlaufen in der Stadt verbracht, ein paar nette, einheimische Leute getroffen und den Kubanern beim Tanzen zugesehen. Ich bin kein Tänzer und WENN ich im Sinn gehabt hätte es dort zu versuchen oder zu lernen dann hätte ich mich wohl schnell gestoppt da ich im Vergleich zu den Kubanern wohl nur wie ein besoffener Affe ausgeschaut hätte. Diese Leute scheinen das einfach im Blut zu haben und es ist eine wahre Freude denen zuzuschauen. Man sieht das auch überall, zum Beispiel ein kleines Mädchen in der Schlange bei der Kasse von einem Supermarkt. Warten ist langweilig, Musik ist vorhanden also beginnt sie einfach zu tanzen.

Als wir zurück nach Cienfuegos kamen waren Patric und Sandra, unsere Gäste aus der Schweiz bereits in der Marina. Es hat mich sehr gefreut sie zu sehen. Sie erfuhren dann auch gleich was es bedeutet mit dem Schiff zu reisen da gleich am ersten Nachmittag zwei wichtige Dinge kaputt gingen: Die Benzinversorgung fürs Dinghi und die Frischwasserpumpe auf dem Schiff. Mit Ihnen waren wir noch in Cienfuegos unterwegs, haben einen Friedhof besucht wo wir von der speziellen, freundlichen Carmen herumgeführt wurden. Auch haben wir das schon erwähnte Schloss in der Einfahrt zur Cienfuegos Bucht besucht und waren einkaufen. Dann ging es los. Sowohl Sandra als auch Patric waren um einiges ungeduldiger endlich Segeln zu gehen als Nicole und ich. Wir fuhren früh los, assen unterwegs und kamen dann raus aus der Bucht. Beide folgten meiner Empfehlung dass sie Essen und Trinken sollten bevor wir aus der Bucht raus sind und trotzdem wurde Sandra an diesem Tag Seekrank. Leider war nicht sehr viel Wind und wir fuhren als Motorsegler in Richtung Cayo Guano del Este. Patric warf die Rute aus und fing zwischendurch mal einen kleine Fisch der aber vom Haken kam als wir ihn einholten. Später gab es noch etwas Seegras und wir konnten schon den Leuchturm unseres Tagesziels sehen. Gemäss Karte waren wir noch im tiefen Gewässer und ich sagte zu Patric dass die Chancen etwas zu fangen grösser werden wenn wir an die Steilkante kommen. Schon ein paar Minuten vorher war es uns möglich zu sehen wo das Wasser seichter wurde, da die Farbe von dunkelblau zu hellblau und Türkis wechselte. Und genau als wir über die Kante fuhren ging die Rute los. Sandra war leider immer noch Seekrank und bekam nicht allzuviel mit. Nicole übernahm das Steuer und ich half Patric einen schönen Barracuda zu landen. Noch bevor wir geankert haben war der Barracuda in Filets verwandelt.
Guano del Este ist eine kleine Felseninsel auf der ein 54 Meter hoher Leuchturm steht mit einem kleinen Sandstrand an der Nordküste. Wir verbrachten dort 2 Nächte, besuchten den Leuchturm mit seinen sehr freundlichen Wärtern, waren Schnorcheln und assen Barracuda. Dieser war gross genug für zwei Mahlzeiten und mit Patric und Sandra haben wir zum ersten Mal unseren Grill benutzt.
Dann gings weiter nach Cayo Sal wo wir schon ein paar Wochen vorher waren. Das Wasser war diesmal weniger klar aber wir fanden wieder Lobster. Patric und ich holten je einen und er merkte dass es doch nicht so einfach ist wie es aussieht. Es war eine gute Erfahrung, wir hatten viel Spass und ein leckeres Nachtessen. Die Seekarten in Kuba sind nicht immer genau. Hier entstand das Bild mit dem GPS, gemäss diesem haben wir meistens AUF statt neben Inseln geankert.
Von Cayo Sal nach Cayo Largo segelten wir unter Spinnaker und hatten für eine Weile begleitung von einem einzelnen Delfin. Dies war ziemlich erholsam und die Nacht verbrachten wir in der Marina. Nach dem ersten Tag zeigte Sandra keine Anzeichen mehr von Seekrankheit und auch während dieses Teilstücks welches ausserhalb des Riffs verlief blieb sie in Form. Seabands sei Dank.
In Cayo Largo besuchten wir eine Schildkrötenfarm und gingen am Nachmittag zu einer kleinen Insel, Hijos de los Ballenatos, zum Schnorcheln. Obwohl die Bojen dort für Taucher sind war das Wasser eher in Schnorcheltiefe, mit maximum 4 Metern oder so. Die Sicht war nicht die beste aber es hatte jede Menge Leben umher und Nicole sah ihren ersten Hai! Ich war sehr glücklich dass sie dies erleben konnte da sie Haie nicht mag. Es war ein Ammenhai und wie bei 99 Prozent dieser schönen Tiere passiert da nichts ausser man belästigt sie. Das wäre jedoch schwierig da Haie schneller schwimmen als jeder Schnorchler und meistens eine gewisse Distanz wahren.
Für die Nacht gings zurück, jedoch nicht in die Marina sondern direkt vor die Playa Sirena. Ein langer, leerer, weisser Sandstrand mit unglaublich feinem Sand. Den Sundowner tranken wir am Strand und lernten ein paar lokale Fischer kennen. Sehr erstaunlich da es für jegliche Fischerei rund um Cayo Largo eine Busse von 5000 USD gibt. Sie waren sehr nett und erklärten uns was sie so alles rausholten, was sehr bald auch von fischigen Beweisen bestätigt wurde. Sie fingen ein paar Snapper und auch einen Stachelrochen. Ich wusste nicht dass man das essen kann und so zeigten sie mir wie man den aufschneidet und welcher Teil gegessen wird. Von den 3 Fischern haben jedoch 2 gesagt dass ihnen Stachelrochen nicht schmeckt.
Nach dem Motto “Neuer Tag, Neue Insel” segelten wir in sehr seichtem Wasser zu Cayo Rico welches uns empfohlen wurde. Der Ankerplatz ist offen und so wollten wir nur den Nachmittag dort verbringen. Es war eine interessante Insel mit Sandstrand, Palmen, Lagune, Felsen, Leguanen und Jutías. Für die Nacht wollten wir zurück zum Ankern aber per Funk wurden wir dann informiert dass es am nächsten morgen zwei Plätze im Flugzeug gab und so gings zurück in die Marina damit wir am nächsten Tag weniger Stress hatten.
Ca. 10 Tage waren Patric und Sandra mit uns und wir hatten eine fantastische Zeit. Hilfsbereite und hochmotivierte Gäste, sei es Anker lichten oder fallen lassen, ich musste praktisch nichts mehr selber machen. Segel setzen, Steuern, Leinen festmachen oder auch Kochen, unsere Gäste waren bei allem voll dabei und ich hatte viel Freude beide so begeistert und glücklich zu sehen. Dies war auch das erste mal dass wir zu viert auf diesem Schiff unterwegs waren und es klappte sehr gut. Eigentlich gibt es ja 6 Schlafplätze aber ich denke mit 4 ist das Boot so ausgelastet dass man es noch geniessen kann.
Patric hatte klar die beste Kamera mit und so verzichteten wir anderen vielfach auf Fotos. Leider gingen diese Daten auf der weiteren Reise von ihnen verloren und es bleiben uns nur wenige Bilder. Umso stärker ist jedoch die Erinnerung an die gemeinsame Zeit und ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für den Besuch bedanken. Natürlich auch für die ganzen kleinen Aufmerksamkeiten mit grossem Wert. Schon mal in Kuba Thomy Mayonnaise gekriegt?

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A visit from friends
Nicole and I had some pleasant days in Cienfuegos, finished some things on the boat and got on the way to Trinidad. A town that is famous for music and dancing. It is clearly more touristic than Cienfuegos but has a very nice old town with a lot of little bars and restaurants. We stayed in a beautiful Casa particular, affordable and clean. I think it was the best shower we had since Guatemala, warm water! One day we went horseback riding to a waterfall. Leaving the beautiful town, riding accross fields and through little forests, crossing a couple creeks (walking through, no bridges) to finally reach the waterfall at the end of a little valley. It was beautiful and we realized we should have taken more opportunities to go horseback riding. The rest of the time was spend walking around the town, meeting a couple very nice people and gaining some local experience and we also went to the famous “Casa de la Musica” which are big stairs in the middle of the town with tables and a stage where every evening shows are performed and people are dancing. I’m not a big dancer and IF I had in my mind to try and learn it there then I was stopped because the Cubans are so talented, I would simply have looked like a monkey on drugs compared to them. I think music and dancing is just in the Cubans blood. For example, once while waiting at the checkout in a grocery store, a young girl stood in front of me and she got bored waiting. There was music and she simply started to dance.

When we came back to Cienfuegos, Patric and Sandra, our guests from Switzerland where already there. I was very happy to see them. They learned quickly what it meant to travel with a boat because that same day two things broke: The fuel supply for the dinghy engine and the fresh water pump on the boat. With them we further explored Cienfuegos, went to see a graveyard where the very special but interesting Carmen showed us around. We learned that it was actually a cemetery and not a graveyard, of which I didn’t know the difference before. We also went to see the already mentioned castle at the entrance of the bay of Cienfuegos and went shopping. Then it was time to go. Both, Patric and Sandra, were a lot more impatient to go sailing than Nicole and me. We left early the next morning, ate underway and got out of the bay. They followed my suggestion to eat and drink before we would hit the waves outside of the bay but nevertheless Sandra got seasick that day. Sadly there was not much wind so we motorsailed to Cayo Guano del Este. Patric used the fishing rod and first got a little fish but it came of the hook. Later he got some seagrass and we were already able to see the lighthouse of our destination for that day. We were still in very deep water and I told Patric that fishing chances are going to increase as soon as we would get over that cliff into the shallower area. Minutes before we could see the drastic change of color, from deep blue to light blue and turquoise. And then it happened, exactly as we passed the drop off something got on the hook. Sandra was still seasick and missed most of the action but Nicole took over the steering and I went to help Patic to land a beautiful barracuda. Even before we anchored the fish was cleaned and cut into filets.

Guano del Este is a small rocky island with a 54 meters high lighthouse and a small beach on its northern shore. We spend there 2 nights, visited the lighthouse and met the very friendly staff there. We went snorkeling and ate our barracuda. It was big enough to provide 2 meals for all of us and with Patric and Sandra we finally used our BBQ for the very first time.
We moved on to Cayo Sal where we already spend some time a couple weeks before. The water was a little less clear this time but once again we were able to find lobster. Patric and me each got one and he learned that it was not as simple as it looked. Nevertheless it was a good experience, we had a lot of fun and a delicious meal. Nautical charts in Cuba are not always accurate. This is where I took the picture of the GPS, according to which we mostly anchored ON islands instead of next to them.

From Cayo Sal to Cayo Largo we were sailing mostly with our spinnaker and got company for quite a while from a lonely dolphin. It was very relaxing and we spent the next night in the marina. Luckily, Sandra only got seasick during the first day. Even though the sail to Cayo Largo was outside of the protecting reef she stayed in shape.
In Cayo Largo we went to see a turtle farm and went to snorkel of a little island, Hijos de los Ballenatos. There are some moorings for dive boats but the water is mostly in snorkeling depths, only up to 4 meters, 12 feet, deep. The visibility was not the best but there was a lot of marine life around and Nicole got the see her first shark. I was very happy that we could experience this because she is a little afraid of sharks. It was a nurseshark and like 99% of those beautiful creatures nothing happens as long as you don’t molest them. This would be quite difficult since sharks swim faster than every snorkeler and they usually keep a certain distance.
For the night we went back to Cayo Largo but did not stay in the marina. We anchored right of Playa Sirena. A very long, empty, white beach with incredibly fine sand. We drank our sundowner on the beach and met some local fishermen. Quite surprising since fishing in the area around Cayo Largo is strictly prohibited with a fee of 5000$ if you get caught. They were very nice and happy to share their knowledge with us. They explained what type of fish they would catch there and proved it soon afterwards with some action. They got a couple snappers and also a stingray. I did not know that you can eat that so they showed me how to cut it and which part could be a meal. It is a bit sad for a beautiful creatur like a stingray but 2 out of the 3 fishermen said that they don’t like to eat it.
In the Archipelago de los Canarreos you can easily say, “New day, new island” and so we went to Cayo Rico the following day. It was sailing in very shallow waters, finding our way around sand bars but with the clear water and bright sunshine it was not hard to avoid the shoals. The anchorage there is widely open so we planned to stay there only for the afternoon. It was an interesting island with a beaches, palm trees, lagoon, rocks, iguanas and jutías. We wanted to spend another night next to Playa Sirena but then we got a VHF call from the Port Captain who said that he got 2 seats in the plane the next morning. So we decided to go back in the marina to have less stress the next morning.
After more or less 10 days Patric and Sandra left us. We had a faboulos time together. Very helpful and highly motivated guests, dropping anchor or retrieving it, I barely had to do anything anymore. Raising sails, steering, tying up or even cooking, our guests were always in the middle of the action and I was very happy to see both of them so busy, interested and always smiling. It was the first time we cruised with 4 people on board and it worked out well. Officially there are 6 berths on the boat but I think with four people it’s full enough but still enjoyable.
Patric had clearly the best camera and therefore the others of us often let him take the pictures. Unfortunately all of those got lost later on their travel and we only have a couple of pictures. But I have a very strong and happy memory of their time with us and I want to say thank you to them once again for travelling that far to see us. Of course thank you as well for all the small but valuable gifts. Ever got the delicious Thomy Mayonaise while you were in Cuba?

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Weg nach Cienfuegos / Going to Cienfuegos

The english version is down below as usual.

Nach ein paar Tagen in Cayo Largo gings weiter. Es waren nur noch Tagessegeletappen geplant. Wir mussten kurz vors Riff für etwa 2h, dann wieder dahinter und dann gab es ein paar kleine Inseln. Bei Cayo Sal blieben wir dann auch 2 Nächte. Das Wasser war glasklar und am Ende der Insel fanden wir auch ein paar Lobster. Dies wurde natürlich unser Nachtessen. Wir besuchten auch die Insel was nicht so einfach war. Es gab fast nur Felsen und wo wir dann den Strand fanden war es sehr seicht, sogar fürs Dinghy. Die Insel ist unbewohnt, es gibt 1 Baum und sonst Sträucher, Kakteen und Felsen, dort Diente de Perro (Hundezähne) genannt. Der Fels ist altes Riff und ist deshalb so scharfkantig.

Von Cayo Sal gingen wir weiter nach Cienfuegos. Wir starteten um 5 Uhr morgens damit wir vor Sonnenuntergang dort sein konnten. Dies haben wir auch geschafft. Es war nichts besonderes ausser dass man durch eine Sperrzone fährt. Ich weiss nicht genau weshalb es gesperrt ist aber scheinbar wissen die Behörden dass der normale schnellste Weg vom Canarreos Archipel nach Cienfuegos durch diese Zone führt und ich konnte keine Hinweise finden dass jemals jemand Probleme bekommen hätte. Die Einfahrt in die Bucht zu Cienfuegos ist relativ schmal. Nicht für uns aber für den Güterverkehr. Es war interessant da durchzufahren und mit all den Markierungen sollte das auch in der Nacht kein Problem sein. Bei der Einfahrt kommt man auch an einem kleinen Schloss vorbei welches wir dann später besichtigten. Die Bucht selber ist sehr weitläufig. Aber die Ostseite ist militärisches Sperrgebiet und die Westseite ist gesperrt für alles ausser kommerziellen Güterverkehr. So bleibt die Mitte und man darf nur genau vor der Marina ankern. Dafür bezahlt man, was etwas speziell ist, aber man kann die Duschen und das Dinghi Dock benutzen. Man unterschreibt den Marina Vertrag und darin heisst es auch dass man mit dem Dinghi nirgends anders hinfahren darf als zum Dinghi Dock in der Marina. Kuba halt.

Die Marina war ein bisschen heruntergekommen und die Kubaner sollten sich langsam vorbereiten und aufrüsten da schon dieses Jahr massiv mehr US – amerikanische Schiffe auftauchten, was jedoch nur eine Vorhut war. Cienfuegos als Stadt ist hübsch, relativ gross aber man kann doch zu Fuss überall hin. Ich war richtig froh Cienfuegos zu erleben da Cayo Largo nur Tourismus war und an den anderen Orten waren wir alleine. Endlich wieder das Kuba was Kuba ist. Gemüsemarkt, Taschenvoll einkaufen und 5 Franken ausgeben. Pizza für 20 Rappen essen und dann Restaurants mit (fast) Schweizer Preisen sehen, natürlich für Touristen. Natürlich gibt es keine Geschäfte mit Bootszubehör und ich musste mir was einfallen lassen um meine Kühlwasserpumpe für den Motor zu reparieren. Ich fand den Kubanischen Mechaniker eines (deutschen, aber nicht dieselbe Firma wie der Kabelbrandskipper) Charterers und gab ihm die Pumpe. Eigentlich wollte ich nur die Ersatzteile da ich ja selber lernen wollte wie das innen ausschaut. Er hat mich zwar verstanden, die Pumpe jedoch trotzdem schon halb wieder zusammengebaut und gleichzeitig mit einer Stahlbürste poliert. Die Pumpe sah aus wie neu und er verrechnete mir normale Preise wie in Onlineshops für die Kugellager und die Dichtung. Für die Arbeit wollte er nichts haben. Da ich zufrieden war damit habe ich ihm gleich noch meine Ersatzpumpe gebracht für dasselbe und gab ihm ein Trinkgeld. Ich fragte ihn auch wo er die Teile gekriegt hat, aber er hat nur gelacht und gesagt man müsse wissen wohin. Dies habe ich in Kuba so gelernt. Es gibt die Geschäfte des Staats, mit den immergleichen Produkten und dann gibt es inoffizielle private Händler die ich als einzelner, kurzzeitiger Gast unmöglich finden kann. Ich war jedoch glücklich mit dem was ich bekommen habe und hoffe dem Mann auch etwas geholfen zu haben.
Nicole, unser Crewmitglied, verliess uns dann in Cienfuegos und auch ich und meine Nicole machten uns bald auf den Weg nach Trinidad um etwas vom Land selber zu sehen.

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After a couple days in Cayo Largo we moved on. It was only daysailing which was quite pleasant. We had to go out of the reef for as little as two hours and then we sailed behind a couple small islands. One of those was Cayo Sal where we spend 2 nights. The water was crystal clar and at the end of the island we found some lobster. This of course became our dinner. The island consisted mostly of rocks and when we finally found a beach it was so shallow that we would touch, even with the dinghy. No one lives on that island, there is 1 tree, a couple bushes, cactus and the rest is rock, so called Diente de Perro (Dog teeth). The rock is old coral formation and therefore very sharp.

From Cayo Sal we went directly to Cienfuegos. We departed at 5 in the morning to make sure to get there before sunset. It was easy to do and there was nothing special about the trip except a prohibited navigation zone. I don’t know why cruisers are not allowed to go there but the officials seem to know that the direct way leads through that zone and I could not find any information about someone who ever got in trouble for this. The entrance to the bay of Cienfuegos is narrow. Not for us but for the large commercial vessels that pass it. There is also a little castle overlooking the entrance which we went to see later. It was interesting to pass through there and with all the markers it should be quite easy to do it even at night. The bay is quite big but the eastern side is military zone and the western side is commercial zone, so as a cruise you can only go in the middle, directly to the marina. The only place you can anchor in the whole bay is in front of the marina and you have to pay for it. This is unusual but they let you use the showers and the dinghy dock. One has to sign a contract and there it also says that you are allowed to take your dinghy nowhere except to the marina dock. Well, it’s Cuba. The marina is not in the best shape and the Cubans better start to upgrade it since already this year there was a significantly higher amount of US American vessels but that was only a small part compared to the ones planning to go there next year.

Cienfuegos as a town is beautiful. It’s quite big but one can still walk to most places. I was very happy to experience Cienfuegos. The real Cuba. Unlike the tourism in Cayo Largo and at the other places where we were of course alone. Going to the vegetable market, filling your bags and paying 5 dollars. Eat a Pizza for 20 cents but see a tourist restaurant next door with almost Swiss-like prices. Of course there is no stores for boat supplies so I had to come up with something to repair my raw water pump. I found the Cuban mechanic of a (German, but not the same company as the Cable-on-fire-Skipper) Charter company and gave him the pump. I only wanted the spare parts and learn myself how to rebuild it. He did understand me but already halfway rebuilt the pump and cleaned it with a wire brush so it looked like new when I got it back. He charged me normal (onlineshop) prices for the bearings and the seal I had to change and did not ask anything for his work. I was very pleased so I brought him my spare pump as well and gave him a tip. I asked him where he was able to get the parts and he just laughed and told me one has to know where to go. That’s something I learned in Cuba. There is a lot of government stores with always the same products and then there are some inofficial people running side-businesses which someone like me who is alone and spends only a short time there has no chance to find. Of course I was happy with what I got and I hope I also helped this mechanic a little.

Nicole, our Crewmember, left us in Cienfuegos and also me and my Nicole got ready a little later to go to Trinidad and see a little of the country.

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